Zweite Fußball-Bundesliga: Köln kann nur 45 Minuten auf seine Fans zählen

Zweite Fußball-Bundesliga
Köln kann nur 45 Minuten auf seine Fans zählen

Fans des gebeutelten Fußball-Zweitligisten 1. FC Köln planen eine spektakuläre Protest-Aktion, um ihrem Ärger über die schwächelnde Mannschaft Luft zu machen. Die Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VdV) warnte die Vereinsführung davor, FC-Profis Gelder vorzuenthalten.

HB KÖLN: Aus Protest gegen das 0:5 von Essen wollen die in Clubs organisierten Köln-Fans beim Heimspiel gegen den SC Paderborn am Sonntag erst zu den zweiten 45 Minuten in das Rhein-Energie-Stadion kommen. Ihren geplanten Ausstand kündigten die Fanclubs am Donnerstag mit der Formulierung „Keine Leistung: Keine Stimmung - keine Unterstützung!“ an.

Nach den zuletzt schwachen sportlichen Darbietungen des Teams von Trainer Christoph Daum sei jetzt ein Punkt erreicht, „an dem die Mannschaft aktuell für uns nicht mehr tragbar ist“, hieß es in einer Erklärung. Dabei weisen die Fans darauf hin, dass dies an ihrer grundsätzlichen Zuneigung zum FC nichts ändert: „Wir sind mit hundertprozentiger Liebe und Leidenschaft für unseren Verein da, und dies wird auch immer so bleiben.“ Die als klarer Aufstiegsanwärter in die Saison gestarteten Kölner sind nach 22. Spieltagen nur Zehnter.

Unterdessen erklärte VdV-Geschäftsführer Ulf Baranowsky die Absicht des Clubs, die bislang in der Rückrunde angefallenen Punktprämien bis auf weiteres nicht auszahlen zu wollen, für nicht haltbar. „Grundsätzlich gilt das Arbeitsrecht der Bundesrepublik Deutschland auch für den Fußball. Willkürlich kann man keine vertraglich manifestierten Leistungen aussetzen“, sagte Baranowsky am Donnerstag.

Zuvor hatte der 1. FC Köln angekündigt, die Punktprämien als Reaktion auf das 0:5 am Sonntag in Essen „einfrieren“ zu wollen. Baranowsky verwies auf einen ähnlichen Fall. „Vor einigen Jahren wollte auch Waldhof Mannheim als Reaktion auf schlechte Spiele die Prämien verweigern. Nach einem kurzen Schreiben unseres Justiziars wurde das Geld aber schnell ausgezahlt“, so Baranowsky. Voraussetzung für ein Eingreifen der Spielergewerkschaft sei aber eine vertragliche Rechtsgrundlage und eine entsprechende Beschwerde eines betroffenen Spielers.

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