Zweiter Teil der Service- und Freundlichkeitskampagne gestartet
Deutsche sollen zur Freundlichkeit animiert werden

Bis zur WM wollen Bundesregierung und WM-OK das Image der Deutschen durch eine Service- und Freundlichkeitskampagne kräftig aufpolieren. Deren zweiter Teil ist mit einem neuen TV-Spot und Plakaten eingeläutet worden.

Möglichst wörtlich sollen die Deutschen bis zur und bei der WM das Motto "Die Welt zu Gast bei Freunden" nehmen. Ein neuer TV-Spot und eine bundesweite Plakataktion sollen der nationalen Service- und Freundlichkeitskampagne in ihrer zweiten Phase neuen Schwung verleihen. 94 Tage vor dem Eröffnungsspiel und einen Tag vor dem Beginn der Internationalen Tourismusbörse (ITB) appellierten Bundesregierung und das deutsche WM-Organisationskomitee in Berlin an die Gastfreundschaft der Deutschen.

"Wir Deutschen gelten als nicht besonders freundlich. Diese Kampagne richtet sich also nicht nur an professionelle Bereiche, sondern an jeden Einzelnen", sagte Christoph Bergner, der parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium. "Es ist wichtig, dass die Leute aus dem Ausland nach ihrem Besuch feststellen: Deutschland hat uns überrascht", sagte OK-Vize Fedor Radman.

Roter Teppich als Sinnbild

Eine Handvoll Prominenter, darunter der Sterne-Koch Johann Lafer, steht Pate für die Plakataktion und den Fernsehspot, von dem es eine 50- und eine 30-sekündige Version gibt. In dem Spot rollen zahlreiche Protagonisten mit bekannten und auch unbekannten Gesichtern einen roten Teppich vor ihren Füßen aus, um ihre Bereitschaft zur Gastfreundschaft zu dokumentieren.

"Die Idee soll sich zu einem Flächenbrand entzünden", sagte Petra Hedorfer, die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT). Man wolle die Deutschen für ihre Gastgeberrolle begeistern und sensibilisieren. Gleichzeitig sollen die mehr als eine Mill. zusätzlichen Gäste nachhaltig an Deutschland als Urlaubsland erinnert werden.

Beckenbauer investiert viel Zeit

Franz Beckenbauer lieferte als WM-OK-Chef nicht nur den nötigen Charme zur Glaubwürdigkeit der Kampagne, sondern gleichzeitig Erfahrungen aus seiner Welttournee, die ihn inzwischen in 29 von 31 Gastländern der WM geführt hat. "Wir haben damit einiges für unser Land getan. Die Resonanz war großartig", sagte Beckenbauer.

Allerdings gestand der "Kaiser", die Dimensionen der Idee unterschätzt zu haben. Einerseits sei der zeitliche Aufwand enorm, andererseits hätten die Besuche Beckenbauers politische Ausmaße angenommen. Der 60-Jährige war bei vielen Stationen von Regierungschefs empfangen worden, obwohl man zunächst nur Vertreter der nationalen Fußballverbände treffen wollte.

Bis zum Sommer sollen im Rahmen der Service und Freundlichkeitskampagne drei weitere Aktionen gestartet werden. "Deutschland sucht den Servicechamp" heißt das erste Projekt und soll das Engagement zur Gastfreundschaft wecken. Es folgen eine so genannte Testimonial-Kampagne, die entsprechende Gesichter zum Begriff der Gastfreundschaft liefern soll, sowie Städtetalks in den WM-Spielorten.

© SID

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