Fußball
Zweitliga-Neulinge feiern vier Heimsiege

Tag der Aufsteiger in der 2. Bundesliga - Paderborn, Offenbach, Siegen und Braunschweig konnten allesamt ihre Heimspiele am zweiten Spieltag für sich entscheiden. Den höchsten Sieg feierte dabei der SC Paderborn.

Absteiger Hansa Rostock zieht nach dem Fehlstart im Fußball-"Unterhaus" schon nach zwei Spieltagen die Reißleine und feuert Trainer Jörg Berger, Topfavorit 1 860 München bejubelt dagegen die Tabellenführung. Die Ostseestädter gaben am Sonntag nur 24 Stunden nach dem blamablen 1:4 bei den "Löwen" die Trennung vom einstigen "Feuerwehrmann" bekannt. Heißester Nachfolge-Kandidat ist Frank Pagelsdorf, der den Klub 1995 in die Bundesliga führte. Interimslösung ist bis zur endgültigen Klärung der Trainerfrage der bisherige Torwart-Coach Perry Bräutigam.

Neben dem Finanzkrösus aus München konnte nur Aufsteiger Kickers Offenbach mit einem 2:1 gegen Greuther Fürth seinen zweiten Saisonsieg feiern und ist überraschend Zweiter. Erzgebirge Aue folgt nach dem 1:1 in Burghausen als Dritter. Die am ersten Spieltag erfolgreichen Klubs VfL Bochum und Energie Cottbus treffen am Montag (20.15 Uhr/live im DSF und bei Premiere) im Ruhrstadion aufeinander.

Aufsteiger feiern Erfolge

Für die drei Aufsteiger Eintracht Braunschweig (3:1 gegen Saarbrücken), SC Paderborn (5:0 gegen Ahlen) und Sportfreunde Siegen (4:0 gegen Unterhaching) gab es die ersten Dreier. Die souveränen Heimvorstellungen waren zugleich echte "Mutmacher" für den Kampf um den Klassenerhalt.

Münchens Präsident Karl Auer schwebte derweil schon im siebten Himmel: "Ich bin gerührt, restlos zufrieden und überglücklich." Der Australier Paulo Agostino mit einem Doppelpack (2. und 16.), Nemanja Vucicevic (60.) und Michal Kolomaznik (78.) besiegelten das Schicksal von Jörg Berger. Auch der Rostocker Ehrentreffer ging bei einem Eigentor von Rodrigo Costa (88.) auf das Konto der Gastgeber.

Münchens Manager Roland Kneißl sprach von einem "Traumstart", Trainer Reiner Maurer fühlte sich auch angesichts der 51 200 Zuschauer eher an ein Champions-League-Spiel erinnert. Bei den Rostockern, die zum Saisonauftakt 1:2 gegen Offenbach verloren hatten, stand der Coach als der Schuldige für die Misere längst fest: Abwehrspieler Denis Lapaczinski behauptete unverblümt, der Saisonstart sei das Ergebnis der Vorbereitung, die Mannschaft sei nicht fit.

Neben Rostock erhielt noch ein weiterer Bundesliga-Absteiger einen Dämpfer. Der SC Freiburg verlor vor 18 047 Zuschauern bei Dynamo Dresden mit 0:2. Dresden erhielt nach dem sportlichen Erfolg die viel wichtigere Kunde aus dem Krankenhaus: Ersatzkeeper Oliver Herber befindet sich nach seinem Schlaganfall auf dem Weg der Besserung, kann sogar schon wieder aufstehen. Ebenfalls am Freitag besiegte Alemannia Aachen den Karlsruher SC mit 2:1.

Zweitliga-Neuling Siegen feierte gegen Unterhaching den ersten Sieg im Profi-Fußball in der 106-jährigen Vereinsgeschichte. Sven Lintjens (35.), zweimal Til Bettenstaedt (49. und 82.) sowie Daniel Boguszs (58.) erhöhten. "Matchwinner" für Braunschweig war der 34 Jahre alte Routinier Jürgen Rische, der beim 3:1 gegen Ahlen die ersten beiden Treffer erzielte.

© SID

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