Fußball
Zweitligisten weiter auf Sparkurs

Die 18 Vereine der 2. Liga planen für die neue Saison mit einem Etat von 157,2 Mill. Euro und liegen damit etwa auf dem Niveau der Vorsaison. "Krösus" ist der TSV 1 860 München, der mit 15 Mill. Euro kalkuliert.

Die zweite Fußball-Bundesliga kocht weiter auf Sparflamme. Mit nur 157,2 Mill. Euro (Vorjahr: 158 Mio.) planen die 18 Vereine im "Unterhaus". "Krösus" ist mit einem Budget von gerade 15 Mill. Euro der TSV 1 860 München - obwohl vier Mill. Euro gegenüber der Vorsaison eingespart wurden. Die Sportfreunde Siegen wagen sich mit dem Mini-Etat von 4,5 Mill. Euro in das Aufstiegs-Abenteuer.

"Ein Jahr zweite Liga kann man sich leisten. Aber dann...", bringt Achim Stocker als Präsident des SC Freiburg die Situation auf den Punkt. Um 10,5 auf 14,5 Mill. Euro mussten die Breisgauer ihr Budget reduzieren. Der VfL Bochum halbierte sogar sein Bundesliga-Finanzvolumen von einst 28 Mill. Euro, auch beim dritten Erstliga-Absteiger Hansa Rostock steht die finanzielle Konsolidierung an erster Stelle. Nur so konnte man auf die vom Land Mecklenburg-Vorpommern in Aussicht gestellte Landesbürgschaft verzichten.

Wesentlich mehr Geld als in der Vorsaison nehmen nur die vier Aufsteiger in die Hand. Kickers Offenbach hat vier Mill. Euro mehr als in der Vorsaison (2,8 Mio.) in der Regionalliga zur Verfügung, Eintracht Braunschweig immerhin 3,6 Mill. (Vorsaison: 4,2 Mio.). Vabanque spielt aber angesichts knapper Kassen kein Verein. "Wir haben alle Spieler ablösefrei verpflichtet und hoffen, dass es für den Klassenerhalt reicht", sagt Eintracht-Coach Michael Krüger.

"Viel Spaß für wenig Geld" als Leitmotiv

Das Motto "Viel Spaß für wenig Geld" bestimmte bei allen Vereinen auch die Transferpolitik. Nur 1,5 Mill. Euro wurden in neue Spieler investiert, der Großteil wurde ablösefrei verpflichtet. Richtig tief in die Geldbörse griff nur 1 860 München (Präsident Karl Auer: "Wir müssen aufsteigen, da gibt es kein vielleicht"). Stefan Reisinger wurde für 550 000 Euro vom bayrischen Konkurrenten Wacker Burghausen losgeist. Spielerverkäufe spülten dagegen fast sieben Mill. Euro in die Kassen der Zweitligisten. Bochum nahm davon mit den Verkäufen von Peter Madsen (1,5 Mio.), Christoph Preuß (500 000) und Alexander Knavs (400 000) über ein Drittel ein. Eine glatte Million Euro mehr hat auch Dynamo Dresden durch den Verkauf von Klemen Lavric an den MSV Duisburg auf dem Konto. Reinvestiert wurde davon bislang nichts, stattdessen wurde ganz im Trend der "armen" Zweitligisten mit Thomas Bröker ein talentierter U-20-Nationalspieler günstig vom 1.FC Köln ausgeliehen.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%