Zwischenrunde im UEFA-Cup: Ernst schießt Schalke zum 2:1 gegen Espanyol

Zwischenrunde im UEFA-Cup
Ernst schießt Schalke zum 2:1 gegen Espanyol

Der Tor-Gala folgte ein Last-Minute-Sieg: Vier Tage nach dem 7:4 im Wahnsinns-Spiel gegen Bayer Leverkusen gelang Schalke 04 im Hinspiel der dritten Runde des Uefa-Pokals gegen Espanyol Barcelona ein glückliches 2:1 (0:1). Die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka steht dennoch am 23. Februar (21.30 Uhr) in Katalonien vor einer schwierigen Aufgabe. Den Siegtreffer erzielte in der 88. Minute Nationalspieler Fabian Ernst, der mit einem strammen Schuss aus 20 Metern erfolgreich war.

Nach einer verschlafenen ersten halben Stunde waren die Königsblauen durch Luis Garcia in der 34. Minute mit 0:1 in Rückstand geraten. Der brasilianische Abwehrchef Marcelo Bordon köpfte in der 66. Minute nach einem Freistoß seines Landsmanns Lincoln den Ausgleich. Damit kam Trainer-Nobody Slomka bei seiner internationalen Feuertaufe zu einem Erfolg.

Die 53 650 Zuschauer in der Veltins-Arena erkannten ihre Helden vom vergangenen Samstag zunächst nicht wieder, traten am Ende aber doch noch zufrieden den Heimweg an. 15 Minuten lang spielte der deutsche Vizemeister ordentlich, dann lebte er eigentlich nur von Standardsituationen gegen die defensiv eingestellten Spanier. Denn die Gastgeber spielten über weite Strecken zu behäbig, zu zaghaft, zu zerfahren und bekamen Espanyol zunächst nicht in den Griff. Und dennoch hatte der Bundesligist gute Chancen durch Zlatan Bajramovic und Bordon in der 45. Minute mit einem Kopfball an den rechten Pfosten.

Nach der Pause ging Schalke-Coach Slomka in diesem Geduldsspiel zwangsläufig mehr Risiko und wechselte Gerald Asamoah für Bajramovic ein. Die Königsblauen waren zwar optisch überlegen, aber sie fanden erst am Ende die spielerischen Mittel, um die Spanier zu beherrschen. Ohne Gelbsünder Lewan Kobiaschwili, für den der 19 Jahre alte Youngster Sebastian Boenisch sein Debüt auf der Europapokal-Bühne gab, war zuvor nicht viel zusammengelaufen.

Regisseur Lincoln hatte zwar einige gute Szenen, doch war er nicht der bekannt starke Spielgestalter. Abwehrchef Bordon war in diesem hektischen Spiel, das der italienische Schiedsrichter Roberto Rosetti keineswegs souverän leitete, ein großer Rückhalt. Auf der rechten Außenbahn hatte der Brasilianer Rafinha gute Szenen.

Die Spanier waren Weltmeister im Zeitschinden, erwiesen sich aber als unbequemer Gegner, der mit seiner Tempoverschleppung und seiner massiven Abwehr die Gastgeber lange vor Probleme stellte. Dabei mussten die Gäste ersatzgeschwächt antreten und Chefcoach Angel Miguel Lotina war der Uefa wegen Disziplinlosigkeiten im Europacupspiel am 30. November in Dänemark gegen Bröndby IF gesperrt. Für ihn saß sein Assistent Bartolome Marquez auf der Bank. Mit Geschick und Glück stemmten sich die Gäste lange gegen die immer durckvoller werdenden Schalker, die kurz vor dem 2:1 schon Pech gehabt hatten, als Ebbe Sand nur den Pfosten traf.

© SID

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