Formel 1: Deutschland-Grand-Prix vor dem endgültigen Aus

Formel 1
Deutschland-Grand-Prix vor dem endgültigen Aus

Der für den 19. Juli geplante Große Preis von Deutschland in der Formel 1 steht vor dem endgültigen Aus. Es wäre das erste Mal seit 1960, dass kein deutscher Grand Prix in der Königsklasse des Motorsports stattfindet.
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MannheimDer für den 19. Juli geplante Große Preis von Deutschland in der Formel 1 steht vor dem endgültigen Aus. Hockenheimring-Geschäftsführer Georg Seiler sagte dem Sport-Informations-Dienst (SID) am Dienstag: "Ich rechne nicht mehr damit, dass der Grand Prix in diesem Jahr auf dem Hockenheimring stattfindet. Die Frist ist eigentlich abgelaufen. Die Qualität einer Durchführung leidet von Tag zu Tag."

Seiler betonte: "Wir lieben die Formel 1." Er stellte aber auch klar: nicht um jeden Preis. "Ohne finanzielle Unterstützung sind uns die Hände gebunden", sagte der Streckenchef.

Wegen der finanziellen Dauerkrise des Nürburgrings, der im jährlichen Wechsel der beiden deutschen Rennstrecken eigentlich im Juli an der Reihe gewesen wäre, sollte Hockenheim in diesem Jahr einspringen. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hatte noch am Montag erklärt, dass der Hockenheimring inzwischen die einzige Option für den Deutschland-Grand-Prix sei. Eine Entscheidung sollte eigentlich bereits vor dem WM-Auftakt am vergangenen Wochenende im australischen Melbourne fallen.

Die beiden deutschen Traditionsstrecken haben mit den schwindenden Zuschauerzahlen zu kämpfen. Das Rennen 2014 soll dem Hockenheimring aufgrund des geringen Interesses ein Minus von 2,5 Millionen Euro eingebracht haben. Wenn das Rennen endgültig dem Rotstift zum Opfer fallen sollte, wäre es das erste Mal seit 1960, dass kein Grand Prix in Deutschland stattfindet. Für das ausgefallene Rennen würde es laut Ecclestone keine Ersatzveranstaltung geben, die Saison würde damit noch 19 WM-Läufe umfassen.

Nicht nur für Vizeweltmeister Nico Rosberg ist eine Saison ohne Heimrennen schwer vorstellbar: "Seit ich denken kann, gibt es einen Deutschland-Grand-Prix. Das wäre sehr enttäuschend für alle, für Fahrer, Teams und natürlich die Fans." Auch für das Weltmeister-Team Mercedes gehört das Rennen "zu den traditionsreichsten Veranstaltungen der Saison".

 

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