24-Stunden-Rennen
Rennfahrer Simonsen stirbt in Le Mans

Tödlicher Unfall beim traditionsreichen 24-Stunden-Rennen in Le Mans. Bereits in der dritten Rund verunglückte der Däne Allan Simonsen mit seinem Aston Martin. Der 34-Jährige erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.
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Le MansDer Däne Allan Simonsen ist beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans an den Folgen eines schweren Unfalls gestorben. Der 34-Jährige erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen, teilten die Veranstalter am Samstag mit.

„Wir sind in den Gedanken bei den Angehörigen und allen, die Allan Simonsen nahe gestanden haben“, hieß es in einem auf der Homepage veröffentlichten Statement. Simonsen war mit seinem Aston Martin in der dritten Runde bei leichtem Regen in die Leitplanken gekracht und ins Krankenhaus gebracht worden.

Im weiterlaufenden Rennen hat Toyota Topfavorit Audi zu Beginn gehörig unter Druck gesetzt. Der TS 030 von Nicolas Lapierre (Frankreich), dem ehemaligen Formel-1-Piloten Alexander Wurz (Österreich) und Kazuki Nakajiama (Japan) machte beim fliegenden Start am Samstagnachmittag von Rang sieben aus schnell fünf Plätze gut und überholte dabei auch zwei der drei Audi-Werksteams.

Lediglich Vorjahressieger André Lotterer (Duisburg), im Team mit Marcel Fässler (Schweiz) und Benoit Tréluyer (Frankreich), konnte mit seinem R18 e-tron quattro den japanischen Prototypen in Frankreich hinter sich halten.
Nachdem Simonsens Unfall folgte nach neun Minuten die erste lange Saftey-Car-Phase des Traditionsrennens. Fast eine Stunde lang warteten die über 50 Rennwagen auf die erneute Freigabe.

Nach den ersten Boxenstopps übernahm Audi mit Lotterer an der Spitze wieder die ersten drei Positionen. Toyota hatte nach der Safety-Car-Phase an Geschwindigkeit verloren und war auf die Plätze vier und fünf zurückgefallen. Bestes Privatteam nach eineinhalb Stunden war die Mannschaft des ehemaligen Formel-1-Piloten Nick Heidfeld. Das Rennen endet am Sonntag um 15 Uhr.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " 24-Stunden-Rennen: Rennfahrer Simonsen stirbt in Le Mans"

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  • @sieg-fried

    Falsch, er hat trotzdem Mitgefühl verdient. Vielleicht würde er keinen Wert auf Ihr Mitgefühl legen, aber trotzdem.

    Er ist ja nicht gefahren, um umzukommen, sondern er hat Grenzen 'erfahren' mit aller Vorbereitung und Vorsicht, die dabei möglich ist.

    mondahu bewegt sich seit 50 Jahren in Grenzbereichen, sportlich, als Ingenieur untertage, auf See, als Testpilot, als Hubschrauberpilot in den Hochalpen, er weiß wovon hier eigentlich die Rede sein sollte.

  • Wer dort fährt und das Risiko nicht kennt ist dumm.
    Wer dort fährt und umkommt, hat kein Mitgefühl verdient.

  • Das sehe ich anders; es gibt Leute die haben eine andere Einstellung zu solchen Ereignissen. Motorsport ist oft Risiko; leider auch tödliches.

    In der Regel kann man einem verunglückten leidenschaftlichen Rennfahrer keine größere Ehre erweisen als "sein" Rennen zum Ende zu bringen.

    Es ist nunmal so.

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