Motorsport
Alain Prost triumphiert beim "Rennen der Legenden"

Ein Hauch von Nostalgie wurde den Zuschauern am Nürnberger Norisring zuteil. Beim "Rennen der Legenden" konnte sich der ehemalige Formel-1-Weltmeister Alain Prost gegen die namenhafte Konkurrenz am Ende durchsetzen.

Das "Rennen der Legenden" rund um den Nürnberger Norisring war für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Während sich der frühere Formel-1-Weltmeister Alain Prost den Sieg sicherte, waren die zahlreichen Zuschauer durch die Gänsehaut-Atmosphäre zu Tränen gerührt.

Für einen guten Zweck gaben die Formel-1-Weltmeister Alain Prost (Frankreich/4 Titel), Emerson Fittipaldi (Brasilien/2), Nigel Mansell (England/1) und Jody Scheckter (Südafrika/1) sowie die mehrmaligen Motorrad-Champions Johnny Cecotto (Venezuela/2) und Mick Doohan (Australien/5) ein einmaliges Comeback.

Mansell beschwerte sich wie in alten Zeiten

Prost strahlte über das ganze Gesicht, nachdem er alte Klasse bewiesen und gezeigt hatte, dass er auch mit 50 Jahren noch nichts verlernt hat. Fittipaldi will beim nächsten Mal unbedingt wieder dabei sein, und Mansell beschwerte sich wie in alten Zeiten. Die "Rentnerband" war ehrgeizig wie eh und je, Prost und Co. wollten es noch einmal wissen und boten den rund 40 000 Zuschauern eine tolle Show.

"Professor" Prost fuhr in den rund 500 PS-starken Tourenwagen der drei in der DTM engagierten Hersteller Audi, Mercedes-Benz und Opel zweimal die beste Rundenzeit in einem Einzelzeitfahren gegen die Uhr. Bei ihrem Comeback belegten Fittipaldi, Cecotto, Mansell, Scheckter und Doohan die Plätze zwei bis sechs.

Prost:"Ich habe es wirklich sehr genossen"

"Ich bin hier erst zum zweiten Mal ein DTM-Auto gefahren. Es war ein großes Vergnügen, ich habe es wirklich sehr genossen. Der Hauptgrund meiner Teilnahme war jedoch der Charity-Gedanke. Mein Geld geht an die Organisation Reves, die Kinderträume erfüllt", sagte Prost, dem schon ein Hersteller-Angebot für die DTM 2006 vorliegen soll: "Die Spekulation ist ganz interessant, aber wieso eigentlich nicht? Ich genieße momentan das Leben und sage niemals nie."

Cecotto, der in der Formel-1- und Motorrad-WM unterwegs war, meinte schmunzelnd: "Ich bin wohl ein bisschen eingerostet. Für meinen Sohn, der hier in der Formel BMW fährt, war ich viel zu langsam."

Einen Seitenhieb auf seinen ehemaligen Erzrivalen Prost konnte sich Mansell nicht verkneifen: "Alain hat doch als Einziger von uns vorher schon getestet und war deshalb nicht zu schlagen", sagte der Weltmeister von 1992: "Aber das spielte heute sicher keine Rolle, denn es ging um eine großartige Idee und eine gute Sache."

Zufrieden waren die Verantwortlichen, die das Spektakel auf die Beine gestellt hatten. "Es macht mich besonders stolz, dass sich alle sechs Weltmeister für unsere Idee begeistern konnten. Ohne Gage haben sie die gute Sache unterstützt", sagte DTM-Chef Hans Werner Aufrecht, der symbolisch einen Scheck in Höhe von 500 000 Euro an "Legenden-Gewinner" Prost übergab. Das Geld wurde für verschiedene Wohltätigkeits-Organisationen zur Verfügung gestellt.

© SID

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