Motorsport
Alonso fährt in Shanghai auf die Pole Position

Zum Abschluss der Formel-1-Saison hat sich der neue Weltmeister Fernando Alonso noch einmal die Pole Position gesichert. Der Spanier verwies seinen Teamkollegen Giancarlo Fisichella und Kimi Räikkönen auf die Plätze.

Im letzten Qualifying der Formel-1-Saison 2005 hat sich Fernando Alonso noch einmal die Pole Position gesichert. Der Spanier startet damit am Sonntag beim Großen Preis von China in Shanghai (8 Uhr Mesz/live bei Premiere und RTL) von Platz eins. Der neue Weltmeister brauchte 1:34,080 Minuten für die schnellste Runde. Neben Alonso startet Renault-Teamkollege Giancarlo Fisichella (1:34,401) aus der ersten Reihe. Damit verschaffte sich Renault eine hervorragende Ausgangsposition im Kampf um die noch offene Konstrukteurs-WM. Mclaren-Mercedes-Pilot Kimi Räikkönen fuhr nach einigen kleineren Fahrfehlern auf Rang drei (1:34,488) und startet neben BAR-Pilot Jenson Button (1:34,801) aus der zweiten Reihe.

Bester Deutscher war Ex-Weltmeister Michael Schumacher im Ferrari. Der Kerpener fuhr mit einer Zeit von 1:35,301 auf Rang sechs. Bruder Ralf Schumacher konnte mit seinem Toyota nur auf den neunten Platz fahren (1:35,723). Bescheiden verlief das Qualifying für BMW-Williams. Mark Webber fuhr auf Rang zehn (1:35,739), Antonio Pizzonia wurde 13. (1:36,445).

"Ich bin überhaupt nicht besorgt, denn wir haben das schnellste Auto im Rennen und wollen uns mit einem Doppelsieg den Titel holen", sagte Räikkönen. Offensichtlich mit wesentlich mehr Sprit an Bord als die beiden Renault verpasste der "Iceman" in 1:34,488 Minuten die Topzeiten. Alonso holte in 1:34,080 die neunte Pole Position seiner Karriere und die 100. für seinen Reifenhersteller Michelin vor Fisichella (1:34,401).

Alonso: "Wir sind ein bisschen überrascht"

"Wir sind ein bisschen überrascht, ganz vorn zu stehen. Aber mit unserem stärkeren Motor fühlt sich das Auto noch besser an. Wir holen den Titel", meint Alonso. Zwei Punkte Vorsprung hat Renault in der Marken-WM, doch Mercedes ist überzeugt, noch den zweiten Titel nach 1998 und acht Mill. Euro Preisgeld mehr zu holen. "Es wird spannend, und unsere Strategie stimmt", sagt Sportchef Norbert Haug. Die Taktik fürs Rennen sei, Renault durch einen späteren Boxenstopp zu überholen. Juan Pablo Montoya (Kolumbien) startet im zweiten "Silberpfeil" aus Position fünf direkt vor Michael Schumacher.

Der siebenmalige Weltmeister war für die 50 000 Zuschauer trotz seines sechsten Platzes (1:35,301) die Hauptperson - schließlich ist er der einzige Formel-1-Fahrer, der im Motorsport-Entwicklungsland China überhaupt bekannt ist. "Es ist unglaublich, wie sich die Chinesen begeistern. Aber ein Podiumsplatz ist für mich zum Saisonende trotzdem nicht drin - wir sollten uns im Rennen so zwischen vier und sechs einordnen", meinte der 36-Jährige.

Das letzte Rennen der längsten Saison der Geschichte ist auch der letzte Auftritt für die Rennställe Sauber (künftig BMW), Jordan (künftig Midland) und Minardi (künftig Squadra Toro Rosso). IOC-Präsident Jacques Rogge ist live dabei. Der Belgier will sich mit Blick auf Olympia 2008 in Peking ein Bild machen, wie China die Organisation sportlicher Großveranstaltungen bewältigt.

© SID

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