Motorsport
Angeschlagener Heidfeld hofft auf Spa-Start

BMW-Williams-Pilot Nick Heidfeld hofft bereits im nächsten Formel-1-Rennen im belgischen Spa wieder eingreifen zu können. Auf einen Start in Monza hatte der Mönchengladbacher nach einem Testunfall verzichten müssen.

Bereits im nächsten Formel-1-Rennen am kommenden Sonntag im belgischen Spa (11. September) will der gesundheitlich angeschlagene BMW-Williams-Pilot Nick Heidfeld nach seinem Startverzicht beim Großen Preis von Italien in Monza wieder angreifen. Der Mönchengladbacher war bereits am Samstagmorgen vor dem Qualifying wegen starker Kopfschmerzen als Folge eines Testunfalls vom 26. August aus Monza abgereist und hatte sich in einer Privatklinik in Barcelona ersten Untersuchungen unterzogen. "Die Ärzte sind der Ansicht, dass ich aller Voraussicht nach für Spa wieder fit bin. Davon gehe ich auch aus", sagte Heidfeld am Sonntag.

Starke und anhaltende Kopfschmerzen als Folge eines Testunfalls am 26. August hatten "Quick Nick" ausgebremst. Als Ursache für den "Brummschädel" stellte sich beim ersten Check in der Privatklinik Teknon in Barcelona am Samstagabend eine Gehirnerschütterung heraus. Nach einigen Röntenuntersuchungen wurden zudem Unregelmäßigkeiten an der Wirbelsäule im oberen Bereich diagnostiziert. Heidfeld gab aber Entwarnung: "Das hat zum Glück nichts mit den Knochen zu tun, sondern die Beschwerden sind einer extremen Verspannung in der Tiefenmuskulatur zuzuschreiben."

Heidfeld plant, noch einige Tage zusammen mit seinem spanischen Physiotherapeuten Ricardo Huelamo, der auch Fußballstar Zinedine Zidane betreut, in Barcelona zu bleiben, um sich weiteren Untersuchungen zu unterziehen. Für den früheren Sauber-Piloten saß am Sonntag in Monza der Brasilianer Antonio Pizzonia im BMW-Williams-Cockpit.

Trotz der ungewohnten Rennperspektive am Sonntag blickt der Jung-Vater Heidfeld aber in eine recht rosige Zukunft. "Nick hat in dieser Saison gezeigt, was er kann. Die Situation ist für ihn viel einfacher geworden als beispielsweise noch vor einem Jahr", sagte Heidfelds Manager Werner Heinz.

Wohin die Reise für den nur 1,64 m großen Rennfahrer nach der ersten Saison im BMW-Williams im Winter geht, ist weiter ungewiss. Bis zum 11. September kann Teamchef Sir Frank Williams eine Option ziehen, um den Vertrag des Deutschen um ein Jahr zu verlängern. Und vieles spricht dafür, wie der Teamboss sagt: "Nick hat die natürliche Fähigkeit, Weltmeister zu werden."

Auch BMW würde Heidfeld, der als Tick fast immer zwei Uhren am Handgelenk trägt, offenbar gerne behalten. "Nick ist ein guter Entwickler und hat in dieser Saison sehr überzeugt. Es spricht wirklich einiges für ihn", sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Mit jeweils zweiten Plätzen in Monaco und auf dem Nürburgring sowie der ersten Pole Position seiner Karriere in der Eifel hatte Heidfeld in diesem Frühjahr endgültig seine Reifeprüfung abgelegt.

© SID

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