Motorsport
Berufsoptimist Todt glaubt an künftige Siege

Trotz des mäßigen Saisonverlaufs denkt Ferrari-Teamchef Jean Todt weiter positiv. Glaubt man dem Franzosen, wird Champion Michael Schumacher auch in Monza am Sonntag wieder um den Sieg kämpfen.

Heimspiel für Ferrari: Beim Großen Preis von Italien in Monza wollen die "Ferraristi" ihrem Idol Michael Schumacher zum Sprung auf das Podest verhelfen. Derweil nimmt Teamchef Jean Todt seinen hochdekorierten Schützling gegen jegliche Kritik in Schutz: "Michael leidet momentan. Er kämpft wie immer um den Sieg", sagte der Franzose vor dem Italien-GP am Sonntag (14.00 Uhr/live in Premiere und RTL) in einem Interview der Mailänder Tageszeitung Corriere della Sera.

Todt sieht trotz der Talfahrt in dieser Saison wieder Licht am Ende des Tunnels: "Ferrari wird wieder siegen, das sind wir unseren Fans schuldig. Wir garantieren Einsatz und Motivation." Nach Jahren erdrückender Dominanz haben die "Roten" in dieser Saison erst ein Rennen gewonnen: In Indianapolis siegte Schumacher, doch bei dem Skandal-Grand-Prix waren nur sechs Autos am Start.

Gleichzeitig wehrte sich Todt gegen die harsche Kritik an dem italienischen Rennstall, der zuletzt sechsmal in Folge (1999 bis 2004) die Konstrukteurs-WM gewann. "Man darf die vergangenen Siege nicht einfach vergessen. Außerdem kann ich nur bekräftigen, dass wir während der Erfolgsphasen nie zu lange gefeiert haben. Immerhin stehen große Hersteller wie BMW und Toyota noch hinter uns."

In der diesjährigen Konstrukteurs-WM liegt Ferrari fünf Rennen vor dem Saisonende mit 44 Punkten Rückstand hinter Primus Renault beziehungsweise mit 35 Zählern hinter Mclaren-Mercedes auf Platz drei.

Naturtalent Rossi weiter im Gespräch

Gerüchte, wonach das italienische Motorrad-Ass Valentino Rossi bei Ferrari einen Vertrag als Testpilot unterschreiben soll, wollte Todt indes weder dementieren noch bestätigen. "Man sollte Valentino nicht zu sehr unter Druck setzen. Fest steht, dass er bei den Tests alle Ferrari-Techniker beeindruckt hat und ein natürliches Talent besitzt", lobte der Teamchef den in der Motogp-Klasse führenden Yamaha-Piloten Rossi.

Trotz aller Beteuerungen von Todt lässt die Ferrari-Krise die Tifosi anscheinend nicht kalt. Die Veranstalter rechnen in diesem Jahr mit einem Zuschauerrückgang um mindestens 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Am Freitag und Samstag werden im Gegensatz zu früheren Jahren sogar nur 30 000 statt 60 000 Besuchern erwartet. Bereits 2004 hatte die Betreibergesellschaft Sias einen Verlust von 1,3 Mill. Euro gemacht. Das Unternehmen hatte vor Jahren 25 Mill. Euro in die Erneuerung der Boxen investiert.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%