CDU fordert Autausch der Geschäftsführung
Neues Management für Hockenheim-Ring

„Es muss ein neues und schlagkräftiges Management her“, sagte Fraktionschef Stefan Mappus. Die CDU möchte keine Landesgelder mehr in die Rennstrecke investieren, bis sich private Investoren gefunden haben. Die Austragung des Großen Preises von Deutschland ist unsicher.

HB STUTTGART. Im Streit um eine Landeshilfe für den finanziell angeschlagenen Hockenheimring fordert die CDU den Austausch der Geschäftsführung der Formel-1-Rennstrecke.

„Es muss ein neues und schlagkräftiges Management her“, sagte ein Sprecher von Fraktionschef Stefan Mappus. Zudem sei es zwingend, dass sich auch die Region rund um Hockenheim an der Rettung des Rings beteilige und dass private Investoren gefunden würden.

„Bevor diese drei Punkte nicht erfüllt sind, wird die CDU-Fraktion wohl nicht bereit sein, weitere Landesgelder in die Strecke zu stecken“, sagte der Sprecher dem Blatt. Die Fraktion vermisse bislang ein „schlüssiges Gesamtkonzept“.

Die Hockenheimring GmbH fordert von der CDU/FDP-Landesregierung eine Ausfallbürgschaft, um die drohende Insolvenz abwenden zu können. Ein erster Versuch von Finanzminister Gerhard Stratthaus (CDU), die CDU-Landtagsfraktion zur Zustimmung zu überreden, war Anfang Dezember am Widerstand mehrerer Abgeordneter gescheitert. Frühestens in der zweiten Januarhälfte werde das Thema erneut von der Fraktion beraten, sagte der Sprecher weiter.

Ohne finanzielle Rückendeckung des Landes ist nach Medienberichten bereits die Austragung des Großen Preises von Deutschland am 23. Juli in Gefahr. Die Hockenheimring GmbH gehört zu 51 Prozent der Stadt Hockenheim und zu 49 Prozent dem Badischen Motorsportclub (BMC). Geschäftsführer sind derzeit Georg Seiler und Hans-Jürgen Glasenapp.

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