Motorsport
Di Meglio holt sich Sieg in Istanbul

Der Franzose Mike di Meglio hat den Motorrad-Grand-Prix in der Klasse bis 125ccm in Istanbul gewonnen. Tom Lüthi aus der Schweiz verpasste mit Rang fünf den vorzeitigen Gewinn des WM-Titels.

Tom Lüthi ist in der Klasse bis 125ccm am vorzeitigen WM-Triumph vorbeigefahren. Der Schweizer geht aber als Spitzenreiter mit 23 Punkten Vorsprung auf den Finnen Mika Kallio ins Saisonfinale der Motorrad-WM am 6. November in Valencia.

Platz 13 reicht zum Titelgewinn

Der 19 Jahre alte Honda-Pilot belegte in seinem 50. Grand Prix in Istanbul Rang fünf und profitierte vom Ausfall Kallios (KTM) in der letzten Runde. Dabei vergab Lüthi beim Sieg des Franzosen Mike di Meglio (Honda) die vorzeitige Entscheidung leichtfertig, denn beim Sturz von Kallio lag er noch in Führung. In Valencia reicht ihm allerdings schon Platz 13 zum erstmaligen Titel-Gewinn.

Lüthi wäre der erste Schweizer Weltmeister seit 20 Jahren. Zuletzt holte Stefan Dörflinger 1985 den Titel in der inzwischen nicht mehr ausgefahrenen "Schnapsklasse" bis 80 ccm. Kallio wäre gar der erste finnische Weltmeister seit 33 Jahren. 1972 gewann Jarno Saarinen in der Klasse bis 250 als bisher einziger Finne einen WM-Titel.

Für das deutsche Trio war es ein insgesamt erfolgreiches Rennen. Sandro Cortese (Erolzheim/Honda), im kommenden Jahr Teamkollege von Lüthi, holte als 14. seine WM-Punkte sieben und acht, Dario Giuseppetti (Berlin/Aprilia) als 15. seinen vierten WM-Zähler. Nur Sascha Hommel (Oberreichenbach/Honda) enttäuschte als 26. und damit Letzter.

Jenkner sieht die Zielflagge nicht

Die Erfolgsserie von Steve Jenkner in der Klasse bis 250ccm ist gerissen. Der Aprilia-Pilot aus Hohenstein-Ernstthal erreichte in Istanbul nicht das Ziel und fuhr damit erstmals nach sechs Rennen in Serie keinen WM-Punkt ein. Sein Ortsrivale Dirk Heidolf (Honda) verpasste als 16. einen WM-Zähler in Istanbul dagegen knapp. Beide haben weiterhin 14 Punkte auf dem Konto.

Unterdessen verfehlte der bereits als Weltmeister feststehende Spanier Daniel Pedrosa in seinem vorletzten 250er-Rennen vor dem Aufstieg in die Motogp-Klasse den achten Saisonerfolg nur um neun Tausendstelsekunden. Es gewann der Australier Casey Stoner, der sich damit vorzeitig Rang zwei im Endklassement sicherte.

Melandri bremst Rossis Rekordjagd

Superstar Valentino Rossi hat im vorletzten Rennen die Einstellung des Sieg-Rekordes des Australiers Mick Doohan verpasst. Der Yamaha-Pilot aus Italien wurde in der Türkei im Rennen der Motogp-Klasse nur Zweiter hinter seinem Landsmann Marco Melandri. Mit weiterhin elf Siegen in diesem Jahr hofft Rossi nun darauf, beim Saisonfinale am 6. November in Valencia die Bestmarke von Doohan aus dem Jahr 1997 von zwölf Saisonerfolgen zu egalisieren.

Für Honda-Pilot Melandri, 250er-Weltmeister von 2002, war es beim 44. Start der erste Sieg in der "Königsklasse". Alex Hofmann (Bochum/Kawasaki) war verletzt nicht am Start, hofft aber auf ein Comeback in Valencia.

© SID

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