Motorsport
DTM als gutes Beispiel für die "Königsklasse"

Bei den Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) sind seit 2000 Einheitsreifen der Marke Dunlop im Einsatz. FIA-Präsident Max Mosley möchte auch in der Formel 1 dem Wettrüsten der Pneu-Lieferanten ein Ende setzen.

Das Thema Reifen ist in der "Königsklasse" Formel 1 ein regelrechter Dauerbrenner. FIA-Präsident Max Mosley will das Wettrüsten zwischen Bridgestone und Michelin stoppen und künftig nur noch auf einen Ausrüster setzen. Die Deutsche Tourenwagen Masters hat es erfolgreich vorgemacht und liefert ein gutes Beispiel für dieses Vorhaben. Seit dem Comeback 2000 setzt die DTM auf Einheitsreifen von Dunlop.

"In der DTM stehen wir in keinem direkten Wettbewerb zu einem anderen Reifenhersteller. Das hilft vor allem Kosten zu sparen, denn die von uns vor Saisonbeginn entwickelten Rennreifen werden im Laufe des Jahres nicht mehr verändert", sagt Dunlop-Renndienstleiter Enzo Scaramella: "Schon bei einem weiteren Wettbewerber wäre der nötige Entwicklungsaufwand und die damit verbundenen Kosten enorm.

Scaramella sieht Vorteil in Exklusivpartner

Scaramella sieht im DTM-Engagement von Dunlop als Exklusivpartner sogar einen Vorteil. "Mit den Dunlop-Rennreifen haben wir ein Premiumprodukt für eine Premiumklasse geschaffen, denn die DTM ist sicher die populärste Tourenwagenserie Europas. Außerdem sind wir auf jedem Auto der drei beteiligten Hersteller vertreten und mit unserem Produkt wesentlich näher an der Serie. Wir pflegen damit unser sportliches Image und sprechen damit auch den engagierten Fahrer an", meint der 42-jährige Italiener.

Da die Dunlop-Rennreifen immer identisch sind, kommt der Zusammenarbeit von Fahrer und Renningenieur eine sehr große Bedeutung zu. Das war von den Reglementsmachern der neuen DTM ausdrücklich gewollt. Die fast 500 PS starken Tourenwagen sollen auf den Reifen abgestimmt werden, nicht unterschiedliche Reifen auf das Rennauto - ein Lernprozess, der den früheren Formel-1-Piloten Jean Alesi, Heinz-Harald Frentzen, Mika Häkkinen und Allan Mcnish genauso zu schaffen macht wie den Nachwuchsfahrern.

Große Herausforderung auch für die Techniker

Auch für die Techniker von Dunlop gibt es eine große Herausforderung. Sie müssen einen profillosen Rennreifen konstruieren, der unter unterschiedlichsten Bedingungen (Asphaltbeschaffenheit, Temperatur, Streckenführung) auf den Fahrzeugen der drei Hersteller Audi, Mercedes-Benz und Opel funktioniert.

Die Suche nach dem perfekten Setup für die optimale Arbeitstemperatur der Rennreifen wird beim nächsten DTM-Lauf am Sonntag (14.00 Uhr/live in der ARD) auf dem Eurospeedway Lausitz durch einen besonderen Umstand beeinflusst. "Der für den Streckenbelag verwendete Asphalt ist deutlich glatter und damit weniger aggressiv als auf anderen Pisten", sagt Scaramella.

Interessant wird die Boxenstopp-Strategie

Das führt dazu, dass die Fahrzeuge stärker rutschen, wenn die Haftgrenze überschritten wird. Erhöhte Temperaturen und ein höherer Verschleiß sind die Folge. "Wer zu sehr attackiert, der könnte den Reifen bei diesen Bedingungen überstrapazieren", meint Scaramella: "Deshalb wird es sicherlich interessant, wie die Piloten ihre Boxenstopp-Strategie wählen."

Neben der DTM, für die Dunlop in diesem Jahr rund 11 000 Rennreifen produziert, engagieren sich die Hanauer Reifenexperten vor allem im Motorrad- und Langstreckensport sowie bei diversen 24-Stunden-Rennen ebenso erfolgreich wie als Partner und Ausrüster von Markenpokal- und Breitensportlern.

© SID

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