Motorsport
DTM-Boss Aufrecht zieht positives Fazit

Am Sonntag geht das letzte Rennen in der diesjährigen Deutschen Tourenwagen-Masters über die Bühne. Schon einige Tage vor dem Finale zeigte sich DTM-Boss Hans-Werner Aufrecht mit der Saison mehr als zufrieden.

Die Motorsport-Fans durften und dürfen sich in dieser Saison über eine ausserordenlich ereignisreiche Saison in der Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) freuen. Das Comeback von Mika Häkkinen und ein bis zur letzten Runde spannendes Titelrennen zwischen Audi und Mercedes-Benz hat dies möglich gemacht. Vor dem großen Saisonfinale am Sonntag (14.00 Uhr/live in der ARD) in Hockenheim zieht DTM-Boss Hans-Werner Aufrecht ein positives Fazit und glaubt wie die Sportchefs Norbert Haug (Mercedes) und Wolfgang Ullrich (Audi) trotz des Opel-Rückzuges an eine rosige Zukunft der populärsten Tourenwagenserie Europas.

"Ich bin sicher, dass wir auch im kommenden Jahr eine ähnlich spannende Saison erleben werden. Mit der frühzeitigen Verabschiedung des Reglements haben wir einen großen Schritt getan, um die Kosten massiv zu senken", sagte Aufrecht dem Sport-Informations-Dienst (sid). Ob in der kommenden Saison wie erhofft Opel-Fahrzeuge auf privater Basis eingesetzt werden, sei zwar noch nicht entschieden, dennoch sei er diesbezüglich sehr zuversichtlich, meint der DTM-Chef und versichert: "Die DTM wird es 2006 geben."

Auch wenn der Brite Gary Paffett im AMG-Mercedes als Meister so gut wie feststeht, werden am Wochenende in Hockenheim knapp 150 000 Fans an allen drei Tagen erwartet. Der Zuschauerschnitt steigt im Vergleich zum Vorjahr um nochmals zehn Prozent auf die Rekordmarke von 90 000 pro Veranstaltung. Damit übertrifft die DTM sogar den Zuschauer-Krösus der Fußball-Bundesliga: Borussia Dortmund hatte in der Saison 2004/2 005 im Schnitt 77 235 Fans im Westfalenstadion.

"Die DTM boomt wie noch nie", sagt Mercedes-Sportchef Haug. Und Aufrecht ergänzt: "Die DTM-Saison 2005 war die erfolgreichste aller Zeiten. Wir haben es geschafft, die Zuschauerzahlen, die bereits auf einem hohen Niveau lagen, noch einmal zu steigern. Darauf sind wir extrem stolz." Die durchschnittliche Einschaltquote in der ARD lag bei zwei Mill. Zuschauern pro Rennen, das ist eine Steigerung von mehr als 30 Prozent gegenüber 2004.

"Wir werden alles tun, um den Zuschauern auch im nächsten Jahr wieder eine ähnlich spannende Saison zu bieten - die DTM und die positiven Ergebnisse für die Marke Audi sind den Einsatz und den Aufwand dafür wert", meint Wolfgang Ullrich. Insgeheim hofft der Audi-Sportchef noch auf ein DTM-Wunder, damit sein Fahrer Mattias Ekström den Titel erfolgreich verteidigen kann. Der Schwede liegt aber neun Zähler hinter Paffett zurück. Ekström müsste somit das Finale gewinnen und dann darauf hoffen, dass sein Rivale keinen einzigen Punkt holt.

Siebenmal in 18 Jahren fiel die Titel-Entscheidung in der DTM im Saisonfinale, erst einmal hat dabei der Verfolger gewonnen: 1991 kam Mercedes-Fahrer Klaus Ludwig (Roisdorf) mit acht Punkten Vorsprung nach Hockenheim, doch im Regen waren die Allrad-getriebenen Audi schneller und Frank Biela (Neuss) wurde Meister. Mercedes will allerdings nicht nur den Fahrer-Titel erobern, sondern auch die Hersteller-Wertung gewinnen. Dort führen die Stuttgarter mit 180 Zählern vor Audi (168).

"Wir wollen nach dem vorzeitigen Gewinn der Team-Meisterschaft auch die Fahrer- und Herstellertitel. Vor allem aber wollen wir den Zuschauern besten und fairen Sport bieten", sagt Haug. Voll des Lobes ist der zweimalige Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen, der nach drei Jahren Pause ins Rennauto zurückkehrte. "Meine erste DTM-Saison hat mich begeistert, ich habe viel gelernt", meint der 37-jährige Finne, der in Spa/Belgien sogar ein Rennen gewann.

Auf einen versöhnlichen Abgang hofft Opel. Die Rüsselsheimer, die zuletzt in Istanbul im 50. Rennen in Serie ohne Sieg geblieben waren, geben in Hockenheim ihre Abschiedsvorstellung. Aufgrund der großen wirtschaftlichen Probleme beim Mutterkonzern General Motors (GM) hatte die Opel-Führung schon vor Monaten den DTM-Ausstieg zum Saisonende verkündet. "Ich kämpfe bis zum Schluss. Danach werde ich mich zurücklehnen und nachdenken, was ich tue", sagt der ehemalige Formel-1-Pilot Heinz-Harald Frentzen. Der Mönchengladbacher möchte seinen Helm jedoch nicht an den Nagel hängen: "Ein Top-Auto in der DTM wäre meine Idealvorstellung für die kommende Saison."

© SID

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