Motorsport
DTM-Pilot Paffett übernimmt Gesamtführung

Bei den Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) hat der Brite Gary Paffett nach seinem Sieg in Zandvoort die Gesamtführung wieder übernommen. Er verwies Mattias Ekström beim Rennen und in der Meisterschaft auf Rang zwei.

Das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Engländer Gary Paffett und Mattias Ekström aus Schweden um den DTM-Titel 2005 spitzt sich zu. Mercedes-Pilot Paffett fuhr in Zandvoort beim 8. von elf Läufen der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) zu seinem 4. Saisonsieg und hat mit 60 Punkten wieder einen Zähler Vorsprung vor Ekström (59). Der Titelverteidiger kam im Audi auf dem Dünenkurs in den Niederlanden auf den zweiten Rang. Insgesamt wechselte damit im spannendsten Titelkampf seit Jahren zum 5. Mal die Tabellenführung.

Dritter wurde zum zweiten Mal in dieser Saison der frühere Formel-1-Pilot Heinz-Harald Frentzen aus Mönchengladbach. Dessen Teamkollege Marcel Fässler aus der Schweiz komplettierte als Fünfter hinter Audi-Mann Tom Kristensen (Dänemark/41 Punkte) das beste Ergebnis von Opel in diesem Jahr. Erstmals seit dem Rennen auf dem Eurospeedway Lausitz im Juni 2003 waren damit wieder alle drei beteiligten Marken auf dem Podium. Insgesamt kamen am Wochenende 77 000 Fans nach Zandvoort, das ist der fünften Besucherrekord in dieser Saison.

Haug freut sich: "Besser geht es nicht"

"Eine Klasse-Leistung von Gary und seinem Team. Vierter Sieg und Tabellenführung, das ist perfekt", meinte Mercedes-Sportchef Norbert Haug: "Die Meisterschaft ist spannend. Kompliment an Opel. Drei Marken auf dem Podium, volles Haus: Besser geht es nicht." Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich meinte: "Der Wechsel an der Spitze von Rennen zu Rennen ist perfekt für die Fans." Und Opel-Sportchef Volker Strycek war endlich "sehr glücklich": "Heinz-Harald und Marcel haben einen hervorragenden Job gemacht."

Ekström nahm seine Niederlage sportlich auf: "Um ein DTM-Rennen zu gewinnen, muss man perfekt sein, aber wir waren heute nicht perfekt. Gary war schneller als ich." Frentzen musste nach der Zieldurchfahrt tief durchatmen. "Das war mein härtestes DTM-Rennen: "Ich habe alles gegeben, um den dritten Platz zu halten."

Schneider und Häkkinen im Pech

Der viermalige DTM-Champion Bernd Schneider, der am Samstag erstmals seit dem 26. Juli 2003 wieder auf die Pole Position gefahren war, hatte im Rennen Pech. Bis zu seinem ersten Pflichtboxenstopp in Runde sieben hatte der Saarländer geführt, danach hing er mehrere Runden lang hinter dem Audi von Rialdo Capello (Italien) fest, dem er dann in der 15. Runde am Ende der Zielgeraden ins Heck rutschte.

"Er hat 50 Meter früher gebremst als in der Runde vorher. Ich hatte keine Chance. Aber ich bin nicht sauer. So ist Rennsport, man kämpft mit allen Mitteln", sagte Schneider, den die verhängte Durchfahrtstrafe aussichtslos zurückwarf. Am Ende sprang für Rang acht lediglich ein Punkt heraus.

Auch der zweimalige Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen (Finnland), der erstmals seit seinem DTM-Einstieg zu Beginn des Jahres von seiner Frau Erja, seinem Sohn Hugo und dem drei Monate alten Töchterchen Aina Julia begleitet wurde, hatte Pech. Von Startplatz elf gestartet, wurde er in der 10. Runde von Opel-Mann Manuel Reuter angeschoben und drehte sich von der Strecke. Für den "fliegenden Finne" blieb schließlich nur Rang 12. Jubilar Reuter, der inklusive aller Einladungsrennen am Sonntag sein 200. DTM-Rennen fuhr, kassierte wie Schneider eine Durchfahrtstrafe und schied später aus.

© SID

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