Motorsport
DTM-Zukunft ist gesichert

Die Zukunft der DTM ist gesichert, die Technik wird für kommendes Jahr "eingefroren" und die Kosten reduziert. Die Weichen für die Zukunft von Europas erfolgreichster Tourenwagen-Serie sind gestellt.

Die Zukunft der erfolgreichsten Tourenwagen-Serie Europas ist gesichert. Der Deutsche Motor Sport Bund (Dmsb) hat nach einem Beschluss der DTM-Kommission das Reglement der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft für 2006 verabschiedet. Dabei wird die Technik der rund 480 PS starken Boliden von Audi, Mercedes und Opel auf dem derzeitigen Stand "eingefroren", was vor allem zu einer deutlichen Kostenreduzierung führen wird. Zugleich wird mit der frühen Verabschiedung ein deutliches Zeichen für die Zukunft der DTM gesetzt.

"Ich freue mich, dass der Dmsb die von der DTM-Kommission erarbeitete Reglementänderung zu diesem frühen Zeitpunkt beschlossen hat. Dies zeigt, wie alle Beteiligten konstruktiv die Zukunft der DTM gestalten und auf eine solide Basis stellen. Die beschlossenen Maßnahmen garantieren die Stabilität der Serie und ermöglichen Herstellern und Teams eine zuverlässige Planung", sagte Adac-Sportpräsident und Dmsb-"Vize" Hermann Tomczyk, der sogar schon über 2006 hinaus denkt.

Kostensenkung ist der richtige Weg

"Kostensenkung ist der richtige Weg, den Automobilherstellern auch in Zukunft eine optimale Plattform zur Präsentation ihrer Produkte zu bieten. Unser Ziel ist es, für deutlich reduzierte Budgets noch bessere Gegenwerte zu bieten", erklärte Hans Werner Aufrecht, Chef der DTM-Dachorganisation ITR.

Die Beibehaltung der aktuellen technischen Konfiguration der Fahrzeuge bezieht sich neben der Aerodynamik vor allem auf aufwändige Komponenten wie die Sicherheitszelle, Crash-Strukturen und die Rahmengrundkonstruktion. Laut Mercedes-Sportchef Norbert Haug dürften die Einsparungen bei Konstruktion und Aufbau der Fahrzeuge rund 30 Prozent betragen.

"Es wurde sehr konstruktiv gearbeitet. Die Automobilhersteller versuchen in allen Bereichen, die Kosteneffizienz zu steigern. Wir haben aber darauf geachtet, dass für die Zuschauer nichts verloren geht", meinte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich. "Es ist ein evolutionärer Schritt für ein nahezu perfektes Reglement", meinte Haug.

Opel plant Einsatz eines privates Teams

Opel, im Moment noch dritter Hersteller neben Audi und Mercedes, plant nach dem offiziellen werksseitigen Ausstieg zum Saisonende im kommenden Jahr den Einsatz eines privaten Teams. "Wir wollten, dass der Teamsport wieder höher gestellt werden kann. Das ist mit diesem Reglement möglich", meinte Opel-Sportchef Volker Strycek. Die Beibehaltung des Reglements könnte zudem einem neuen Hersteller eine bekannte und verlässliche Basis für einen Einstieg in die DTM bieten.

Auch die Beschränkung auf maximal sieben Mechaniker pro Fahrzeug und die Reduzierung von 36 auf 28 Reifen pro Auto und Veranstaltung soll helfen, die Kosten für alle Teams zu senken und auch Privatteams eine Chance zum Einstieg in die DTM zu geben. Unverändert bleiben die Einsatzgewichte der Autos von 1 050 kg für aktuelle und 1 035 kg für Vorjahresfahrzeuge sowie das System von Zusatz- und Mindergewichten von maximal 20 kg je Auto.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%