Motorsport
Ecclestone gibt Mosley im Reifen-Streit Contra

Im Reifen-Streit der Formel 1 hat sich Bernie Ecclestone überraschend auf die Seite der "Rebellen"-Teams geschlagen. Damit droht neuer Zwist zwischen dem F1-Boss und FIA-Chef Max Mosley.

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat sich im Streit um die Verantwortung für das Skandalrennen von Indianapolis auf die Seite der beschuldigten Teams und gegen FIA-Präsident Max Mosley gestellt. "Am Ende gab es für die Teams keine andere Option. Sie konnten nicht fahren. Wenn es eine Chance gegeben hätte, dann hätte man sie genutzt", erklärte der Brite am Freitag spontan zum Abschluss eines gemeinsamen Auftritts der Teamchefs aller sieben Michelin-Teams in Magny-Cours.

Mosley, Chef des Automobil-Weltverbandes FIA, hatte die Teams Renault, Mclaren-Mercedes, BMW-Williams, Toyota, Red Bull, Sauber und BAR-Honda dafür verantwortlich gemacht, dass sie in Indianapolis wegen schwerer Sicherheitsbedenken ihres Reifenherstellers Michelin nicht gefahren waren. So waren zum Entsetzen der mehr als 110 000 Zuschauer nur die sechs Autos mit Bridgestone-Reifen gestartet.

Warten auf September

Der World Motor Sport Council der FIA hatte die Michelin-Teams am Mittwoch nach einer Anhörung in Paris in zwei von fünf Punkten schuldig gesprochen, die Entscheidung über mögliche Strafen aber auf den 14. September vertagt. Sechs Teams legten sofort gemeinsam Protest ein, Red Bull behält sich einen Einspruch noch vor. Ecclestone ist zwar auch Mitglied des 26-köpfigen World Council, hatte an der Abstimmung aber wie Ferrari-Teamchef Jean Todt und der Inder Nazir Hoosein, der in Indy Rennkommissar war, wegen möglicher Befangenheit nicht teilgenommen.

Die Teamchefs hatten in Magny-Cours noch einmal eindeutig erklärt, dass sie sich über die schriftliche Empfehlung von Michelin, ohne eine nachträglich eingebaute Schikane nicht zu fahren, aus juristischen Gründen nicht hinwegsetzen konnten. Nach einem Gesetz des US-Bundesstaates Indiana hätten sie sich strafbar gemacht, selbst wenn im Rennen kein weiterer Unfall passiert wäre.

© SID

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