Motorsport
Ehe zwischen BMW und Williams ist geschieden

Die Motoren für Williams werden in der nächsten Saison aus dem Hause Cosworth kommen. Das Formel1-Team hat damit endgültig die Trennung mit BMW vollzogen. BMW wünscht langjährigem Partner viel Glück. Williams gab am Montag eine entsprechende Vereinbarung mit Cosworth für die kommende Saison bekannt. BMW hatte nach der Entscheidung, das Schweizer Sauber-Team zu übernehmen und im kommenden Jahr mit einem komplett eigenen Auto anzutreten, seinem bisherigen Partner Williams die weitere Lieferung von Motoren angeboten.

"Williams hat sich im Hinblick auf die Zukunft entschieden, im kommenden Jahr keine BMW-Motoren zu fahren´, meinte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen: "Für BMW heißt dies, dass wir für die Zeit nach 2005 alle Ressourcen auf unser neues Projekt konzentrieren. Wir haben mit unserem BMW-geführten Team eine intensive Aufbauphase vor uns."

BMW hatte seit 2000 mit Williams zusammengearbeitet und in dieser Zeit in bislang 98 Rennen zehn GP-Siege eingefahren, den letzten am 24. Oktober 2004 in Brasilien durch den Kolumbianer Juan Pablo Montoya. 2002 und 2003 wurde BMW-Williams jeweils Vize-Weltmeister bei den Konstrukteuren, der angestrebte WM-Titel blieb aber aus. `Wir wünschen Williams viel Glück in der neuen Partnerschaft. Vorher ist aber ein starkes Saisonfinale unser gemeinsames Ziel´, sagte Theissen.

Cosworth stell komplettes Paket

Cosworth wird für das Team von Sir Frank Williams nicht nur reiner Motorenlieferant sein. Der Traditionsrennstall will gemeinsam mit Cosworth ein komplettes Paket aus einem von den neuen Regeln geforderten V8-Motor sowie Antrieb, Elektronik, Software und Anbauteilen entwickeln und in dieses Entwicklungsprogramm auch Geld investieren. Die Kenntnisse von Cosworth im Bau von Achtzylinder-Motoren sei die beste Option für das Team und seine Sponsoren gewesen, teilte Williams mit.

Zuletzt war spekuliert worden, dass Williams mit Cosworth lediglich ein Übergangsjahr bestreiten und ab 2007 möglicherweise mit Toyota zusammenarbeiten wolle. Die Japaner haben unlängst den Vertrag mit Jordan über die Lieferung von Motoren für 2006 verlängert.

Die Motorenschmiede Cosworth, die Ende vorigen Jahres nach dem Formel-1-Rückzug von Ford von den US-Amerikanern Kevin Kalkhoven und Gerald Forsythe übernommen wurde, arbeitet bereits seit April am neuen 2,4-Liter-Achtzylinder. Für 2006 beliefern sie zudem das Hinterbänkler-Team Minardi mit einem reglement-bedingt leistungsreduzierten 3-Liter-Zehnzylinder.

© SID

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