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Einigung: Machtkampf: Formel 1 röhrt ohne Mosley weiter

Nach monatelangem Streit haben sich die großen Formel-1-Teams mit dem Motorsport-Weltverband Fia auf neue Regeln geeinigt. Sie zogen am Mittwoch ihre Ankündigung zurück, eine eigene Rennserie zu starten. Der umstrittene Fia-Chef Max Mosley machte den Weg frei, indem er nach 18 Jahren seinen Posten räumt.

Alle Formel-1-Teams werden sich auch künftig an der WM beteiligen. Eine eigene Rennserie wird es nicht geben. Quelle: dpa
Alle Formel-1-Teams werden sich auch künftig an der WM beteiligen. Eine eigene Rennserie wird es nicht geben. Quelle: dpa

LONDON. Der Chef der Formel-1-Holding, Bernie Ecclestone, zeigte sich erleichtert: Sein Lebenswerk war so ernsthaft wohl noch nie in Gefahr geraten. Die Einigung gelang in Paris, beim jüngsten einer Serie von Krisentreffen. Mosley trat vor die Presse und sagte: „Nun haben wir Frieden. Es wird nur eine WM geben.“ Die in der Vereinigung Fota zusammengeschlossenen Rennställe hätten sich verpflichtet, bis 2012 in der Formel 1 mitzufahren. „Aus Sicht der Fia heißt das unbegrenzt“, sagte Mosley. Auch über eine Reduzierung der Kosten herrsche Einigkeit. „Das Ziel ist es, auf das Niveau der frühen Neunzigerjahre zurückzukehren.“

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Die großen Autohersteller, die sich in der Rennserie engagieren, sind seit langem unzufrieden mit der mangelnden Transparenz des Milliardengeschäfts und ihrer aus eigener Sicht unzureichenden Beteiligung an den Gewinnen. Sie investieren dreistellige Millionensummen im Jahr, um Motoren und Rennwagen zu entwickeln und sehen das als Investition ins sportliche Image der Marken. Nach dem Rückzug von Honda im Frühjahr sind Mercedes-Benz, BMW, Renault, Ferrari und Toyota in der Formel 1 vertreten. Sie liefern auch die Motoren für die kleineren Teams.

Mosley hatte die Teams im März mit einer radikalen Regeländerung überrascht. Er wollte ab 2010 eine freiwillige Obergrenze für die Teambudgets von 40 Mio. Pfund (47 Mio. Euro) einführen. Wer sich daran hielte, solle technische Vorteile bekommen. Aus Sicht der Autokonzerne hätte das zu unberechenbaren und ungleichen Wettbewerbsbedingungen geführt. Ihr kostspieliges Engagement in der Rennserie stand damit in Frage. Mosley reagierte mit seinem Plan auf den kostenbedingten Ausstieg von Honda und dem Rückzug einiger Sponsoren. Die Teams sahen ein, dass die Kosten sinken müssen, fühlten sich aber von der Eigenmächtigkeit Mosleys brüskiert.

Darum entwickelte sich der Konflikt zwischen der Fota und der Fia im Laufe des Frühjahrs immer stärker zu einem persönlichen Duell zwischen Mosley und dem einflussreichen Fota-Vorsitzenden und Ferrari-Präsidenten Luca di Montezemolo. Am Ende behielt der Italiener die Oberhand und konnte sich am Mittwoch eine Portion Spott nicht verkneifen: „Ich hoffe, dass ich mir früher oder später ebenso wie Mr. Mosley ein wenig mehr Entspannung gönnen kann“, witzelte er auf einer Pressekonferenz nach dem Pariser Treffen.

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