Motorsport
Ekström schiebt sich in DTM an Paffett vorbei

Der Schwede Mattias Ekström hat sich in der Gesamtwertung der DTM wieder vor den Briten Gary Paffett auf Rang eins gesetzt. In der Lausitz feierte Audi-Pilot Ekström seinen dritten Saisonsieg.

Durch seinen Sieg beim neunten Lauf der Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) auf dem Eurospeedway Lausitz hat Titelverteidiger Mattias Ekström wieder die Führung in der Gesamtwertung übernommen. Der Schwede feierte nach einem fehlerfreien Rennen im Abt-Audi A4 den dritten Saisonsieg und verwies seinen Rivalen Gary Paffett (Großbritannien) in einer AMG-Mercedes C-Klasse auf den zweiten Platz. In der Meisterschaft führt Ekström jetzt mit 69 Punkten und damit einem Zähler Vorsprung vor Paffett.

Bei zwei noch ausstehenden Rennen könnte sich der Schwede schon bei der Türkei-Premiere am 2. Oktober in Istanbul die Fahrer-Krone erneut aufsetzen. Dafür müsste Ekström allerdings gewinnen und gleichzeitig darauf hoffen, dass Paffett keinen Punkt holt.

Zuschauer von Zweikampf begeistert

"Das war das härteste DTM-Rennen meiner Karriere. Ich hatte von Anfang an große Probleme mit der Servolenkung. Ich konnte mein Auto kaum noch in der Balance halten, das war Schwerstarbeit´, erklärte der sichtlich erschöpfte, aber überglückliche Ekström. Rundenlang jagte Paffett seinen Konkurrenten, berührte mehrfach die Stoßstange des Audi. Die Zuschauer hielten vor Begeisterung fast den Atem an. Der junge Brite verzichtete aber auf eine Hauruckaktion in der Schlussphase und begnügte sich mit dem zweiten Platz. "Das war sehr fair von Gary. Ich war nicht der Schnellste, aber dennoch der Erste im Ziel", meinte Ekström.

Paffett gab zu, dass der Sieg nur bei einem Fehler Ekströms für ihn möglich gewesen wäre: "Diesen Gefallen hat er mir aber nicht getan. Ich wollte nicht riskieren, dass wir bei einem zu gewagten Überholmanöver beide abfliegen." Mercedes-Sportchef Norbert Haug sprach von "großem Motorsport. Gary war zwar schneller, aber die Entscheidung ist schon im Qualifying gefallen."

Frentzen und Häkkinen enttäuscht

Dritter in der Lausitz wurde Ekströms Teamkollege Tom Kristensen aus Dänemark vor Opel-Pilot Laurent Aiello aus Frankreich, der vor dem Rennen nach 25 Jahren Motorsport seinen Rücktritt zum Saisonende angekündigt hatte. Heinz-Harald Frentzen landete im Opel Vectra V8 GTS auf Rang sieben.

Der Mönchengladbacher hatte Pech, da er von seinem ehemaligen Formel-1-Kollegen Jean Alesi (Frankreich) im AMG-Mercedes umgedreht wurde. "Ich wusste schon vorher, dass er mir irgendwann drauffährt", sagte Frentzen, der mit dem Ergebnis nicht zufrieden war: "Das war enttäuschend, wir waren zu langsam. Wenn man in der ersten Reihe steht, muss man weiter vorne landen."

Kein Glück hatte Publikumsliebling Mika Häkkinen. Der zweimalige Formel-1-Weltmeister verschuldete in der 15. Runde eine Kollision mit Audi-Pilot Christian Abt (Kempten). Während der Finne in seinem arg demolierten AMG-Mercedes weiterfahren konnte, war das Rennen für Abt vorzeitig beendet. Häkkinen ging schließlich auf Platz zwölf ebenfalls leer aus.

© SID

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