Enttäuschter Sebastian Vettel
„Das ist die Story des Jahres“

Rückschlag für Sebastian Vettel im Kampf um den WM-Titel. Nach einem Motorschaden schied der Red-Bull-Pilot beim Premieren-Lauf in Südkorea aus. Im Interview nach dem Rennen zeigt sich Vettel enttäuscht, weiß aber auch, dass er sich nichts vorzuwerfen hat. Und: Den Titel hat er noch nicht abgehakt.

Frage: Herr Vettel, Sie haben das Rennen in Südkorea 46 Runden lang angeführt und schienen auf dem Weg zum WM-Titel, ehe der Motorschaden das Aus bedeutete. Wie tief sitzt der Frust?

Sebastian Vettel: Im Moment ist man natürlich enttäuscht. Aber ich muss mir nichts vorwerfen. Ich habe alles richtig gemacht und zu jeder Zeit den Rest des Feldes im Griff gehabt. Von daher daher bin ich mit dem Wochenende eigentlich zufrieden und habe keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen.

Sie haben Ihr brennendes Auto selbst gelöscht. Wie kam es dazu?

Wenn nicht immer die erfahrensten Streckenposten vor Ort sind, ist es vielleicht besser, wenn man den Feuerlöscher selbst in die Hand nimmt. Als Fahrer weiß man besser als ein Streckenposten, der das Auto nur einmal im Jahr sieht, wo man den Feuerlöscher reinhalten muss, damit es aufhört zu brennen. Ich hätte mich beinahe noch hingelegt, weil es so rutschig war, als ich dem koreanischen Streckenposten den Feuerlöscher aus der Hand gerissen habe.

Der Sieg wäre Ihnen ohne das Missgeschick wahrscheinlich nicht mehr zu nehmen gewesen ...

Ich denke, es wäre kein Problem gewesen, die paar Runden noch zu Ende zu fahren. Dann hätten wir die 25 Punkte mitgenommen, fertig aus. Aber es lässt sich nichts mehr daran ändern. Das ist bitter, aber so ist das Leben. Ich denke, das ist so ein bisschen die Story des Jahres.

Sie sprechen die Reihe von unglücklichen Rennausfällen an. Ist der WM-Titel schon verloren?

Das ist ein gravierender Rückschlag, aber es ist noch nicht vorbei. Man sieht ja, wie schnell etwas passieren kann. Wir haben immer noch die Chance, Weltmeister zu werden.

Wie bereiten Sie sich auf die letzten beiden Rennen vor?

Es gibt keinen Grund, den Plan und die Herangehensweise zu ändern. Hier ist bis zum Aus alles nicht nur gut, sondern perfekt gelaufen. Wir fahren jetzt einfach unsere zwei Rennen, versuchen Spaß zu haben und das Maximum rauszuholen. Dann schauen wir, was die letzte Zielflagge in Abu Dhabi sagt.

© SID

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