Enttäuschung statt Euphorie
Michael Schumacher zu langsam

Michael Schumachers Hoffnungen auf den ersten Saisonsieg und die WM-Krone in der Formel 1 haben einen weiteren Dämpfer erhalten.

HB MELBOURNE. Während sich Honda-Pilot Jenson Button (Großbritannien) am Samstag in Melbourne vor dem Renault-Gespann mit Giancarlo Fisichella (Italien) und Titelverteidiger Fernando Alonso (Spanien) die Poleposition sicherte, muss der Rekord-Weltmeister als Zehnter zum Großen Preis von Australien an diesem Sonntag (6.00 Uhr MESZ/RTL und Premiere) starten. „Wir sind zu langsam. Wir müssen jetzt die Ursache dafür finden“, stellte Schumacher fest: „Ich bin natürlich nicht froh. Das wird definitiv kein leichter Start.“

Dabei profitierte der 37-Jährige nach einer Schlamperei bei einem Boxenstopp sogar noch von der Rückversetzung Jacques Villeneuves (BMW-Sauber), in dessen Wagen der Motor gewechselt worden war. „Dann sind wir jetzt auf zehn - schön“, meinte der siebenmalige Titelträger mit Galgenhumor. Auch Teamkollege Felipe Massa (Brasilien), der wegen eines Fahrfehlers in die Reifenstapel rutschte und als 16. gestoppt worden war, rückt einen Rang vor.

Der mit Schumacher in der WM-Wertung nach den ersten beiden von insgesamt 18 Rennen punktgleiche Button (11) strahlte dagegen nach der dritten Poleposition seiner Karriere. Der britische Honda-Pilot setzte sich auf dem 5,303 Kilometer langen Stadtkurs gegen Vorjahressieger Fisichella und WM-Spitzenreiter Alonso in 1:15,229 Minuten durch. „Das ist fantastisch“, meinte Button. „Wir sollten extrem wettbewerbsfähig sein“, kündigte aber auch Alonso bereits an. Von den Plätzen vier und fünf wird das McLaren-Mercedes-Duo Kimi Räikkönen (Finnland) und Juan Pablo Montoya (Kolumbien) den ersehnten ersten Saisonsieg in Angriff nehmen. „Wir sind gut aufgestellt“, befand Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Sechster wurde der wieder erstarkte Ralf Schumacher (Kerpen) im Toyota. Den achten Startplatz sicherte sich BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld, mehr als der 14. Rang sprang dagegen für Neuling Nico Rosberg nicht heraus. Nach unten zeigt derzeit aber vor allem die Ferrari-Formkurve.

„Das war enttäuschend“, gab Direktor Jens Todt zu. „Wir sind ein wenig ins Schleudern gekommen“, ergänzte Technikchef Ross Brawn, nachdem für beide Fahrer in der zweiten Ausscheidungsrunde der K.o. gekommen war. Dabei hatte Massa eine Unterbrechung durch seinen Abflug verursacht, nach der Schumacher auch wegen des einsetzenden Nieselregens nicht mehr richtig auf Touren kam. Zudem hatten die Mechaniker am Wagen des Kerpeners einen Bremskühler vergessen. Dieser löste sich erst bei der Ausfahrt aus der Boxengasse. „Das kann in der Hektik passieren“, sagte Schumacher.

Seite 1:

Michael Schumacher zu langsam

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%