Motorsport
Ex-Europameister Schwarz beendet seine Karriere

Armin Schwarz aus Oberreichenbach hat vor dem 11. WM-Lauf rund um Trier das Ende seiner Rallye-Karriere zum Saisonende bekanntgegeben. Jedoch möchte der Ex-Europameister noch "für Skoda in die Punkte fahren".

Der frühere deutsche Rallye-Meister Armin Schwarz aus Oberreichenbach wird nach der Saison seine erfolgreiche Karriere beenden."Ich bin seit 16 Jahren Rallyefahrer, jetzt ist endgültig Schluss. Ich werde zum Jahresende meine Karriere beenden", so der Skoda-Pilot vor dem 11. WM-Lauf rund um Trier.

Der Ex-Europameister verspricht bis zu seinem Abschied volle Konzentration und "will unbedingt für Skoda in die Punkte fahren". Die Entscheidung über den Rücktritt sei vor einiger Zeit gefallen, ausschlaggebend für seinen Entschluss sei gewesen, dass ihm einige Entwicklungen in der Rallye-WM überhaupt nicht mehr gefallen. "Bevor man solche Strohballenprüfungen wie im Saarland fährt, ist es besser, die Rallye-WM in guter Erinnerung zu behalten", sagte Schwarz.

Privatleben ausschlaggebend für Schwarz

Die entscheidende Rolle spielten allerdings private Dinge. "Ich habe meine Familie in den vergangenen Jahren zu sehr vernachlässigen müssen. Ich konnte bei der Geburt meines Sohnes nicht dabei sein, weil ich da wieder unterwegs war, und ich möchte endlich mal mit meinem Vater dessen Geburtstag im Januar feiern."

Das sei in den vergangenen 16 Jahren nie möglich gewesen, da zu diesem Zeitpunkt traditionell immer die Rallye Monte Carlo auf dem Programm stand. "Aber ich habe mittlerweile erkannt, dass es andere wesentliche Dinge im Leben gibt, die ich bisher vernachlässigt habe, und die ich jetzt in den Vordergrund stellen möchte", sagte Schwarz, der gemeinsam mit seiner Ehefrau Petra und den beiden Kindern ein "ganz normales Familienleben" führen möchte.

Zukunft völlig offen

Ob er dem Automobilsport auch nach seinem Abschied verbunden bleibt, ließ Schwarz vor dem Start der Heimat-Rallye offen. "Diese Möglichkeit besteht ja immer. Vielleicht kann ich meine Erfahrung irgendwo als Entwicklungsfahrer einbringen, aber das möchte ich im Augenblick noch offen lassen", sagte der 42-Jährige über seine Zukunftspläne.

Bis zum Ende dieser Saison gelte die volle Konzentration jedoch seinem Arbeitgeber. "Ich werde mein Bestes für Skoda geben und hoffe bei meinem Heimspiel auf eine Platzierung um Rang sechs oder sieben. Die Fans sollen mich hier bei meiner letzten Deutschland in guter Erinnerung behalten."

Schwarz übt Kritik am Weltverband FIA

Ein weiterer wesentlicher Grund für seinen Abschied sei auch die Tatsache gewesen, dass man den Rallyesport in den vergangenen Jahren zu sehr reglementiert habe. Schwarz spart dabei nicht mit Kritik am Automobil-Weltverband FIA: "Das ist nicht mehr die Art, Rallye zu fahren, wie ich sie kennen gelernt habe und die meinem Selbstverständnis von dieser Sportart entspricht." Man habe "dem Rallyesport die Freiheiten genommen", erklärte Schwarz, der zugab, dass er sich innerlich von dieser Art Rallye zu fahren schon vor längerer Zeit verabschiedet habe.

© SID

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