Ex-Pilot zurück im Geschäft
Formel-1-Comeback von Berger bei Toro Rosso

Nach zweijähriger Auszeit kehrt Gerhard Berger in die Formel 1 zurück. Der 46-jährige Österreicher wird in dieser Saison Gesellschafter beim Red-Bull-Nachwuchsteam Scuderia Toro Rosso. Der ehemalige Pilot und BMW-Motorsportdirektor wird 50 Prozent der Anteile des ehemaligen Minardi-Teams übernehmen, gleichzeitig wird Berger in einem Tauschgeschäft 50 Prozent der Anteile seines Speditionsunternehmens an den bisherigen alleinigen Team-Eigentümer Dietrich Mateschitz abgeben.

Zehn Grand-Prix-Siege

"Für meinen Betrieb ist der Einstieg eines solchen Unternehmens ein Meilenstein. Umgekehrt weiß ich, dass man mein Formel-1-Know-how sehr schätzt", sagte Berger, der in seiner Karriere als Rennfahrer von 1984 bis 1997 insgesamt 210 Grand Prix bestritt und dabei zehn Rennen gewann.

Einen Weltmeistertitel konnte Berger nie gewinnen, obwohl er für Top-Teams wie Ferrari, Mclaren und Benetton fuhr. Milliardär Mateschitz ist von Bergers Fähigkeiten überzeugt. "Ich kenne und schätze Gerhard seit 20 Jahren. Er war es, der vor 18 Jahren als erster Spitzensportler meinen Energiedrink getrunken hat und damit nicht unwesentlich am Aufbau der Marke in Österreich beteiligt war. Ich freue mich, dass wir die zweifellos vorhandenen Synergien nun auch für gemeinsame unternehmerliche Aktivitäten nutzen können", erklärte der Team-Eigentümer.

Nach seinem Karriereende unterschrieb der Österreicher als Motorsportdirektor bei BMW-Williams. Als der Vertrag im September 2003 auslief, sagte Berger "Servus". Danach war er immer wieder für einen Posten bei Ferrari oder Mclaren-Mercedes ins Gespräch gebracht worden. Doch der Tiroler, der in seiner Laufbahn 48-mal auf dem Podest stand, widmete sich zunächst dem Familienunternehmen, bevor er jetzt seine Erfahrung bei dem neu gegründeten Rennstall einbringen wird.

Teamchef bei Toro Rosso bleibt hingegen Franz Tost. "Franz Tost war, ist und bleibt mein Mann", sagte Berger der Münchner Zeitung tz. Als Fahrer werden der Italiener Vitantonio Liuzzi und Scott Speed aus den USA starten.

© SID

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