Ferrari hatte sich beim Heimspiel blamiert
Ferrari-Krisensitzung in Maranello

Wunden lecken und die Zukunft planen: Beim ehemaligen Vorzeige-Rennstall versuchen die Verantwortlichen, den Spagat zwischen Schadensbegrenzung und Zukunftsplanung in der Formel 1 zu bewältigen.

Nach dem Debakel von Monza hat Ferrari auf einer Krisensitzung in Maranello die Strategie für einen Neubeginn festgelegt. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo verlangt einen Sieg des italienischen Rennstalls noch in diesem Jahr, doch Teamchef Jean Todt sieht da schwarz. "In Belgien wird es verdammt schwer, ich rechne mit keinem Wunder in Spa. Es könnte regnen, was unsere Reifenleistungen verbessert, doch wir können nicht damit rechnen", sagte der Franzose der "Gazzetta dello Sport".

Weltmeister Michael Schumacher fuhr hoffnungslos hinterher und belegte den zehnten Rang. Teamkollege Rubens Barrichello (Brasilien) wurde überrundet und kam nur als Zwölfter ins Ziel. "Wir sind zu langsam", meinte Schumacher resignierend. Auch beim Großen Preis von Belgien am Sonntag (14.00 Uhr/live bei Premiere und RTL) in Spa, wo vor 14 Jahren seine einzigartige Formel-1-Karriere begann, sei er diesmal krasser Außenseiter, sagt Schumacher.

Auch die Zukunft des siebenmaligen Weltmeisters Schumacher, der schon in Spa von WM-Spitzenreiter Fernando Alonso (Spanien/Renault) nach fünf Jahren vom WM-Thron gestoßen werden könnte, stand bei den "Roten" auf der Tagesordnung. "Wir wollen natürlich, dass Michael in der Formel 1 bleibt. So lange er fahren will, wird es für ihn immer einen Ferrari geben", sagte Todt. Er mache sich aber auch Gedanken über die Ära nach Schumacher: "Wenn wir neue Leute brauchen - seien es Fahrer, Ingenieure oder ein Generaldirektor - wollen wir immer nur das Beste."

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