Motorsport
Ferrari-Teamchef Todt steckt Kopf in den Sand

Ferrari-Teamchef Jean Todt ist ratlos. "Es ist sehr schwierig für uns, klar zu beurteilen, woran es liegt", spielt der Franzose auf die schwachen Saisonleistungen der roten F1-Renner an.

Jean Todt glaubt nicht mehr an die große Aufholjagd. Der Ferrari-Teamchef hat die Titelverteidgung vor dem Großen Preis von Deutschland am kommenden Wochenende auf dem Hockenheimring abgeschrieben. "Es ist wahr, dass wir uns seit ein paar Rennen rückwärts bewegen. Wir sind ganz einfach zu langsam", sagte Todt im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Ähnlich beurteilte zuvor schon der siebenmalige Weltmeister Michael Schumacher die missliche Lage: "Wir sind momentan nicht aus eigener Kraft siegfähig". Auch eine für Hockenheim geplante Neuerung im Aerodynamik-Bereich stimmt Todt nicht optimistisch.

Besonders die großen Zeitrückstände bei den vergangenen Rennen in Silverstone und Magny-Cours bereiten dem Franzosen große Sorgen. "Unsere Gegner schaffen es, in der letzten Runde eines Rennens am schnellsten zu fahren, während wir nach etwa zwanzig Runden mehr und mehr kämpfen müssen. Das ist eine Rückwärtsentwicklung", berichtet Todt.

Todt dementiert bevorstehende Button-Verpflichtung

Als Hauptmanko hat Todt inzwischen den "fehlenden Grip" der Ferrari-Boliden festgestellt. Er macht allerdings auch keinen Hehl daraus, dass das Weltmeister-Team nach sechs Konstrukteurs-Titeln in Folge auf der Suche nach weiteren Fehlerquellen derzeit keine Antworten findet. Todt: "Es ist sehr schwierig für uns, klar zu beurteilen, woran es liegt. Es liegt nicht nur an der Aerodynamik."

Trotz der deutlich zu spürenden Resignation stellt der Ferrari-Rennleiter die Motivation von Schumacher nicht in Frage: "Michaels Input in das Team ist der gleiche wie früher", betonte Todt. Einen Leistungssprung der "Roten" in Hockenheim hält der kleine Franzose "für möglich", dagegen verwies er Spekulationen über eine Verpflichtung von BAR-Honda-Pilot Jenson Button zur neuen Saison ins Reich der Fabel. Todt: "Dahinter steckt null Prozent Wahrheit."

© SID

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