Motorsport
FIA will sieben Teamchefs anhören

Der Automobil-Weltverband FIA hat sieben Teamchefs vor das World Motor Sport Council in Paris geladen. Hintergrund ist der Startverzicht der Michelin-Teams beim Großen Preis der USA am Sonntag in Indianapolis.

Den sieben Michelin-Teams, die am Sonntag beim Großen Preis in Indianapolis wegen Sicherheitsbedenken nach der Einführungrunde das Rennen aufgeben hatten, droht möglicherweise ein Nachspiel beim Automobil-Weltverband. Am Montag wurden die Teamchefs von Renault, Mclaren-Mercedes, BMW-Williams, Toyota, Red Bull, Sauber und BAR-Honda von der FIA zu einer Anhörung vor dem World Motor Sport Council am 29. Juni in Paris geladen worden.

Vorwurf lautet Regelbruch

BMW-Williams-Teamchef Frank Williams erklärte, dass den Rennställen "voreingenommenes Handeln gegenüber der Interessen des Wettbewerbs" vorgeworfen werde. Paragraph 151 der Sporting Regulations der Formel 1, der auch die Interessen des Motorsports generell mit einschließt, stuft das als Regelbruch ein.

Die Teams waren nach Bedenken wegen der Haltbarkeit ihrer Michelin-Reifen nicht zum Rennen gestartet, das danach mit nur sechs Autos stattfand. Zuvor hatte die FIA die Bitte von Michelin, entgegen der Regeln neue Reifen einsetzen zu dürfen, ebenso abgelehnt wie den kurzfristigen Aufbau eine Schikane, um die Geschwindigkeit der Autos in der Steilkurve zu verringern.

FIA: Teams hätten langsamer fahren können

Ernsthaft wies die FIA am Montag auch noch einmal auf die Möglichkeit hin, dass die Teams an der betroffenen Stelle auch einfach langsamer hätten fahren können. Neun von zehn Teams hatten der Lösung mit der Schikane zugestimmt, Ferrari enthielt sich, aber FIA-Präsident Max Mosley lehnte das Ansinnen ab.

Ferrari war nach dem Skandal-Rennen von Zeltweg 2002 wegen Missachtung der Siegerzeremonie zu einer Geldstrafe von einer Million Dollar auf Bewährung verurteilt worden. BAR-Honda fährt nach der Sperre für zwei Rennen wegen der Tank-Affäre von Imola zurzeit auf Bewährung. Spekulationen über mögliche Konsequenzen für dieses Team seien laut eines FIA-Sprechers aber momentan unangemessen.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%