Formel-1 am Nürburgring
„Imola soll keine Eintagsfliege bleiben“

In Imola hat Michael Schumacher gezeigt das in dieser Formel-1-Saison durchaus mit ihm und seinem Team Ferrari zu rechnen ist. Vor dem Heimrennen am Nürburgring kündigt er die Fortsetzung seiner Verfolgungsjagd an.

HB STUTTGART. Nach dem beeindruckenden Befreiungsschlag beim Großen Preis von San Marino plant Michael Schumacher bei seinem Heimrennen auf dem Nürburgring den nächsten Streich. „Imola soll keine Eintagsfliege bleiben“, kündigte der siebenmalige Formel-1- Weltmeister selbstbewusst eine Fortsetzung seiner verbissenen Verfolgungsjagd auf den bereits weit enteilten Titelverteidiger Fernando Alonso an. „Wir haben den festen Willen, vom Nürburgring mit einem Sieg in der Tasche abzureisen.“ Sein Renault-Rivale rechnet „erneut mit einem großen Kampf“ und warnte: „Wir dürfen Ferrari nicht abschreiben.“

Dank des ersten „echten“ Sieges seit über 18 Monaten und der wieder erlangten Konkurrenzfähigkeit Ferraris reist der aus dem rund 70 Kilometer entfernten Kerpen stammende Schumacher an diesem Wochenende besonders gern in die Eifel. „Diesmal ist meine Vorfreude fast noch größer als sonst“, teilte er am Dienstag auf seiner Homepage mit.

Nach dem völlig verkorksten Vorjahr und den Rückschlägen nach einem viel versprechenden Saisonstart ist der 85-malige Grand-Prix- Gewinner seit seinem beeindruckende Erfolg nach packenden Duell mit Alonso wieder optimistisch, im Titelrennen ein ernsthaftes Wort mitreden zu können. „Nach dem Rennen in Imola und zuletzt positiven Testergebnissen bin ich zuversichtlich, dass wir um Siege werden kämpfen können ­ was eine deutliche Steigerung gegenüber dem vergangenen Jahr wäre.“

Vor dem fünften Saisonlauf am Sonntag liegt Schumacher (21 Punkte) als Gesamtzweiter 15 Zähler hinter Alonso (36). Nach Einschätzung des spanischen Spitzenreiters ist „das Wettbewerbsniveau jedoch viel enger beisammen, als es der WM-Stand suggeriert“. Ferrari scheint materialmäßig wieder auf einer Höhe mit Renault zu sein. „Natürlich ist die Konkurrenz stark, aber wir sind es auch“, versicherte Schumacher. „Die Anfangsschwierigkeiten, mit denen wir zu Saisonstart gekämpft haben, dürften hinter uns liegen.“

Alonso ist sich diesbezüglich trotz aller Warnungen vor der wieder erstarkten Scuderia nicht so sicher. „Wir wissen nicht, wie beständig Ferrari sein wird“, sagte er. „Im bisherigen Saisonverlauf waren sie auf den gleichen Strecken stark beziehungsweise nicht so gut wie 2005 auch. Es ist allerdings noch zu früh zu sagen, das wird so weiter laufen.“ Der 24 Jahre alte Asturier geht nach bislang zwei Siegen und zwei zweiten Plätzen aber davon aus, auf dem Nürburgring „wieder um den Sieg kämpfen zu können“. Im Vorjahr triumphierte er erstmals auf der Hausstrecke von Schumacher, der den Europa-Grand-Prix bereits vier Mal gewonnen hat.

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