Formel-1-Auftakt: Die Saison der Champions

Formel-1-AuftaktDie Saison der Champions

Sechs ehemalige Weltmeister kämpfen in dieser Saison um den Titel - so eng war das Feld um den Favoriten Sebastian Vettel noch nie. Auch Michael Schumacher will endlich wieder beim Kampf ums Treppchen mitspielen.
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MelbourneVettel, Schumacher, Hamilton, Button, Räikkönen, Alonso - alle waren bereits Weltmeister. Alle könnten es wieder werden. Die Formel-1-Saison 2012 wird zum Ball der Champions. Zum ersten Mal seit dem WM-Start 1950 treten sechs Titelträger gegeneinander an.

Der vorläufige Favorit ist Sebastian Vettel, der in den vergangenen zwei Jahren mit seinem Team Red Bull den Weltmeistertitel holte. Der Heppenheimer führt bei der Sportwettenplattform bwin die Riege an, dicht gefolgt von den britischen McLaren-Piloten Jenson Button und Lewis Hamilton. Doch seine Verfolger bleiben kurz vor dem Saisonauftakt in Melbourne ähnlich vorsichtig wie die Buchmacher. Prognosen, wer von ihnen das Feld anführen wird, wagt keiner.

„Ich weiß es wirklich nicht“, hatte Lewis Hamilton zuletzt in Melbourne zugegeben. Kaum anders klingt das bei den anderen Red-Bull-Jägern Ferrari oder Lotus. „Ich habe keine Ahnung, wo wir stehen“, beteuerte Kimi Räikkönen, der im Lotus trotz zweijähriger Formel-1-Abstinenz für eine Überraschung gut sein könnte. So wie MercedesAMG. Doch auch dessen Teamchef Ross Brawn wiegelte vor dem Großen Preis von Australien in puncto Siegchancen ab: „Das ist ein bisschen zu optimistisch.“

Vorsicht überall, auch beim Titelverteidiger. „Die ersten Rennen werden einen Trend zeigen. Früher ist es wirklich nicht möglich“, meinte der zweimalige Champion Vettel voller Zurückhaltung. Vielleicht hatte sich der Hesse auch deswegen vorab symbolisch ein bisschen royale Hilfe geholt. Im Albert Park zierte eine winzige Puppe von Queen Elizabeth II den Wagen des Weltmeisters, stilecht im fliederfarbenen Kostümkleid und mit huldvollem Gruß an die Konkurrenz.

Sollte er die Saison gewinnen, wäre es für Vettel es der dritte Weltmeistertitel in Folge. Ein Kunststück, dass zuvor nur dem Argentinier Juan Manuel Fangio und Rekordweltmeister Michael Schumacher gelang. Ich bin hier, um Weltmeister zu werden. Das ist das Ziel“, so Vettel. „Ob es dann der dritte Titel ist oder nicht, macht keinen Unterschied.“

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