Formel-1-Champion
Sebastian Vettel - die Geldmaschine

Die Geldmaschine Sebastian Vettel ist nicht zu stoppen. Der Doppelweltmeister zählt schon jetzt zu Deutschlands bestbezahlten Sportlern - Tendenz steigend.
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Sebastian Vettel setzt Maßstäbe: Der 24-Jährige hat in dieser Saison die Konkurrenz deklassiert - und das auch finanziell. Längst zahlt sich der sportliche Erfolg auch dank lukrativer Werbeverträge aus. In einem Ranking der Sportler mit den höchstdotierten Werbeverträgen der Kölner Sponsoringberatung Sport+Markt liegt er in Deutschland hinter Formel-1-Altmeister Michael Schumacher und Fußballer Michael Ballack bereits auf Rang drei – mit Einnahmen von drei bis vier Millionen Euro pro Jahr.

Doch schon in diesem Jahr könnte Vettel zur neuen deutschen Nummer eins aufsteigen – denn Ballack und Schumacher verlieren zunehmend an Attraktivität: Ballack ist bereits Mitte 30 und hat den sportlichen Zenith längst überschritten. Und Mercedes-Pilot Schumacher zeigte unter anderem beim Rennen in Singapur vor zwei Wochen bei einem spektakulären Crash einmal mehr, dass seine beste Zeit in der Königsklasse des Rennsports vorbei ist. Dennoch hofft er auf eine Rückkehr an die Spitze – und warnt Vettel vor: „Wir kämpfen noch nicht gegeneinander. Das wird aber hoffentlich bald so sein.“

Im Jahr 2011 jedoch wird das wohl nichts mehr – der neue Star des Motorsports hat Schumacher überholt, der nur noch von vergangenem Ruhm zehrt. Vettel habe das Zeug, finanziell ähnlich erfolgreich zu werden, sagt Marcel Cordes, Vorstand von Sport+Markt. „Neben dem sportlichen Erfolg genießt er in der Öffentlichkeit hohe Sympathiewerte. Außerdem hat er im Verlauf der Saison an Konturen gewonnen und gibt nun ein klareres Bild seiner Persönlichkeit ab. Das ist für ein Unternehmen ein wichtiger Faktor.“ Um einen internationalen Status wie Michael Schumacher zu erlangen, der mit seinen Werbepartnern in Spitzenzeiten jährlich über 10 Millionen Euro verdiente, müsse Vettel jedoch seine Karriere auch in den weiteren Jahren so erfolgreich bestreiten, sagt Cordes.

In Deutschland sei Vettel schon ein Superstar, sagt Ulrich Lacher, Geschäftsführer von IFM International Sportanalysen. „Mit dem zweiten WM-Titel in Folge hat er diesen Status zementiert. Der Return on Investment für seine Sponsoren fällt so natürlich entsprechend höher aus.“ Wie stark der Rennfahrer die gestiegene Popularität in steigende Werbeeinnahmen ummünzen werde, bleibe jedoch abzuwarten. „Bei seinen Werbepartnern ist Vettel wählerischer als Michael Schumacher“, sagt Lacher. „Angebote hat er auf jeden Fall zur Genüge.“

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Werbeeinnahmen nur ein Bonus

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  • Tut mir Leid vll bin ich der einzige der das so sieht aber 70 Runden im Kreiß fahren, selbst wen er dabei der beste ist macht ihn in meinen Augen nicht zu einem "Sportler"

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