Formel 1
Deutsche Fahrer nehmen Kurs auf den Titel

Die Rückkehr von Michael Schumacher in die Formel 1 stellt vor dem Beginn der Saison 2010 alles in den Schatten. Mit dem dann 41-jährigen Fahrer ist das Mercedes-Team erster Anwärter auf den Weltmeistertitel.
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KÖLN. Die Stuttgarter könnten so nicht nur mit dem aufgekauften Rennstall des Titelverteidigers Brawn an den Start gehen, sondern auch mit der Erfahrung des Rekordtitelträgers.

Damit sind gleich zwei Deutsche in die Favoritenposition gerückt: Denn außer Schumacher will auch Sebastian Vettel mit Red Bull an die guten Leistungen der vergangenen Saison anknüpfen. Der Vizeweltmeister des Jahres 2009 gilt mit seinen 22 Jahren als eines der größten Talente in der Formel-1-Geschichte. Neben ihm kann sich aber auch sein australischer Teamkollege Mark Webber gute Chancen ausrechnen.

Als größte Konkurrenten gelten Titelverteidiger Jenson Button, der von Brawn zu McLaren-Mercedes gewechselt ist, sowie Lewis Hamilton, der zweite Fahrer des Rennstalls. Allerdings sind Voraussagen über den kommenden Champion in der Formel 1 so unsicher wie selten zuvor. Die Rennserie hat eine Rundumerneuerung vor sich: Wenn die Saison am 14. März in Bahrain beginnt, ist fast jedes zweite Team ein Neuling.

Mehr Teams, Rennen und Punkte

Erstmals dabei sind das spanische Campos-Team, der US-Rennstall USF1, das aus Malaysia finanzierte neue Lotus-Team sowie der britische Virgin-Rennstall. Zurück in der Serie ist das Schweizer Sauber-Team, der Nachfolger von BMW. Renault hat die Mehrheit an seinem Rennstall an den Luxemburger Investor Gerard Lopez verkauft, bleibt aber als Namensgeber und Anteilseigner dabei. Komplett ausgestiegen ist dagegen neben BMW auch Toyota. Insgesamt gehen kommendes Jahr 13 Teams an den Start.

Ausschlaggebend für den Rückzug der großen Hersteller waren wirtschaftliche Gründe. Damit die hohen Kosten nicht weitere Teams abschrecken, gilt ab nächster Saison eine Budget-Obergrenze: Der Etat darf 100 Mio. Euro nicht übersteigen - das soll nicht nur die Autobranche bei der Stange halten, sondern auch für ausgeglichenere Verhältnisse zwischen den Rennställen sorgen.

Der Automobil-Weltverband Fia hat sich viel vorgenommen - auch was die Regeln angeht. Die wichtigste Neuerung ist das Nachtankverbot. Die Boliden starten so mit größeren und schwereren Tanks in die Rennen. Damit entscheiden wieder mehr das Fahrergeschick sowie die Reifenwahl. Ein neues Punktesystem soll die Spannung zusätzlich anheizen. Sogar der Zehnte eines Rennens erhält noch einen Zähler. Dem Sieger winken statt zehn künftig 25 Punkte. Die Wertung ab Platz zwei: 20, 15, 10, 8, 6, 5, 3, 2, 1.

Die Fia hat zudem den Kalender um zwei Rennen auf 19 erweitert. Hinzugekommen sind Südkorea und Kanada. Gut für die deutschen Fans: Sie können sich über ein Rennen im eigenen Land freuen - nach langen Verhandlungen findet der Große Preis von Deutschland nun doch auf dem Hockenheimring statt. Der PS-Zirkus wird hier am 25. Juli 2010 haltmachen.

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  • Guten Tag,..... Es wird Zeit dass die Formel 1 wieder das wird was sie mal war. Als Lauda, Gilles Villeneuve, Emerson und Keke Rossberg noch fuhren. Mann will mit diesem auf Jung getrimmten Schumacher die Sache nur ankurbeln. Mit 41 wird das nichts mehr. ich mochte den arroganten Kerl so oder so nicht. Einzig Gutes; es faehrt ein Deutscher fuer Mercedes. ( der kleinen Rossberg hat so wenig da zu suchen wie der kleine Schumacher; nichts. )ich wuensche Mercedes alles Gute. besten Dank

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