Formel 1
Ferrari gilt als Favorit in Melbourne

Ferrari gilt für die Konkurrenz zum Auftakt der Formel-1-Saison in Melbourne als Favorit. Besonders die starken Testergebnisse scheinen die Kontrahenten beeindruckt zu haben.

dpa STUTTGART. Der 2007 für McLaren-Mercedes fahrende WM-Titelverteidiger Fernando Alonso analysierte vor dem Großen Preis von Australien nüchtern: „Ferrari ist nach seiner Dominanz bei den Tests für mich momentan das Maß aller Dinge.“ BMW-Pilot Nick Heidfeld urteilte in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“: „Für mich ist Ferrari ganz klar Favorit.“ Selbst der stets zurückhaltende siebenmalige Weltmeister Michael Schumacher sah sein Team in einer guten Position: „Mein Eindruck ist, dass wir sehr gut vorbereitet sind und gute Chancen haben dürften.“

Schumacher, der nach seinem Karriereende nicht nach Melbourne reist, haben die Testfahrten und die letzten technischen Briefings der Scuderia beeindruckt. „Ich freue mich auf die Saison, denn ich glaube, sie wird sehr interessant und spannend. Jetzt bleibt mir nur noch Daumen drücken und Ferrari alles Glück wünschen“, sagte der 38 Jahre alte Renn-Rentner, der in Maranello noch an den letzten technischen Briefings von Ferrari vor dem Abflug nach Australien teilnahm.

Vor allem sein früherer Teamkollege Felipe Massa fuhr bei den Tests in Bahrain der Konkurrenz und Ferrari-Neuling Kimi Räikkönen auf und davon. Der Brasilianer katapultierte sich mit seinen Bestzeiten in die Pole Position für den Sieg im Albert Park. Er dürfte - zumindest vorerst - auch teamintern dem Finnen den Rang abgelaufen haben. Für Grand-Prix-Guru Bernie Ecclestone ist Massa sogar „der WM-Geheimfavorit“. Ferrari-Teamchef Jean Todt bezeichnete seinen 25 Jahre alten Schützling als „den am meisten unterschätzten Formel-1-Fahrer“. Massa bleibt jedoch bescheiden: „Ich bin nicht der Typ, der jetzt vom Titel faselt.“

Für Todt symbolisiert Melbourne „ein neues Kapitel in der außergewöhnlichen Geschichte der Scuderia. Nach elf Jahren wird es nicht mehr Michael Schumacher sein, der am Lenkrad eines unseres Autos sitzt.“ Der Franzose geht zuversichtlich in die Saison: „In den zurückliegenden Monaten haben wir gut gearbeitet, aber wie immer wird man erst mit dem Qualifying in Melbourne wissen, wo wir wirklich stehen.“

Geht es nach der Konkurrenz, so kann dies nur ganz vorn sein. „Es wäre für viele Beobachter einigermaßen überraschend, wenn Ferrari nicht gewinnen würde“, sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug der „Welt am Sonntag“. Aus den letzten Zeiten bei den Testfahrten ergebe sich „ein kleiner Vorteil“ für die Italiener.

Heidfeld begründete in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, warum er Ferrari als Favorit sieht: „Sie waren Ende letzten Jahres sehr stark, sie kennen die Bridgestone-Reifen, waren bei den Wintertests fast schon überlegen, auch im alten Auto. Und sie haben die letzten Testfahrten in Bahrain dominiert.“ Für den 29 Jahre alten Mönchengladbacher folgen die Silberpfeile im Ranking auf Rang zwei: „Dann wird es eng. Teilweise sind wir schon dabei, vielleicht zusammen mit Renault (Weltmeister). Das wäre eine Riesensache.“

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