Formel 1 Hamilton beschwört den Zweikampf

Es wird noch enger. Hamilton bleibt dabei. In der Wüste am Persischen Golf rechnet der Brite mit dem nächsten Vettel-Angriff. Sein Teamkollege Bottas glaubt derweil, es ist zu früh, um von einem Zweikampf zu reden.
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Er stelle sich „definitiv“ auf einen noch heißeren Zweikampf mit dem viermaligen Weltmeister aus Deutschland ein, sagt Rennfahrer Lewis Hamilton. Quelle: AP
Lewis Hamilton

Er stelle sich „definitiv“ auf einen noch heißeren Zweikampf mit dem viermaligen Weltmeister aus Deutschland ein, sagt Rennfahrer Lewis Hamilton.

(Foto: AP)

SakhirAuch im klimatisierten Pressekonferenzraum schwante Lewis Hamilton weiter Böses. Der dreimalige Formel-1-Weltmeister bekräftigte am Donnerstag in der Wüste von Sakhir noch einmal seine Prophezeiung: „Ich denke, die Lücke zwischen uns und Ferrari wird an diesem Wochenende noch kleiner sein.“ Er stelle sich „definitiv“ auf einen noch heißeren Zweikampf mit dem viermaligen Weltmeister aus Deutschland ein, sagte Hamilton vor dem Großen Preis von Bahrain.

Auf fast 40 Grad stiegen die Temperaturen am Nachmittag. Selbst eine Stunde vor der Rennstart- und Qualifikationszeit um 18.00 Uhr (17.00 Uhr/Sky und RTL) zeigten die Thermometer noch 35 Grad an. Nach den bisherigen Eindrücken der ersten beiden Rennen im wärmeren Australien - Sieg Vettel vor Hamilton - und im nicht ganz so warmen China – Sieg Hamilton vor Vettel – kommt dem Ferrari von Vettel Hitze eher entgegen.

Das sind die Teams der Saison 2017
Mercedes AMG Petronas
1 von 30

Steckbrief:
Teamchef: Toto Wolff
Firmensitz: Brackley (Großbritannien)
Debütsaison: 2010
Chassis: W08
Motor: Mercedes-Benz
Grand-Prix-Teilnahmen: 136
Siege: 55
Fahrer: Lewis Hamilton (Großbritannien), Valtteri Bottas (Finnland)
Titel: Konstrukteurs-Weltmeister 2014 bis 2016

Lewis Hamilton
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Der Brite Lewis Hamilton wurde 1985 in Hertfordshire geboren und nahm 2007 in Australien an seinem ersten Grand Prix teil. Seinen ersten Sieg konnte Hamilton 2007 beim Großen Preis von Kanada einfahren. In den Jahren 2008, 2014 und 2015 wurde er Weltmeister.

Valtteri Bottas
3 von 30

Der Finne schlüpft für Nico Rosberg ins Cockpit, der seine Karriere nach seinem Titel im vergangenen Jahr beendet hat. Ob er das Zeug hat, Hamilton zu schlagen? „Schwer zu sagen, denn es ist bekanntlich nicht so leicht, Lewis zu schlagen“, sagte Rosberg in einem Interview. Bottas nahm 2013 an seinem ersten Grand Prix in Australien teil. Der 1989 geborene Rennfahrer begann, wie fast alle Formel-1-Fahrer, seine Motorsportkarriere auf der Kartbahn. Im Jahr 2014 wurde er WM-Vierter.

Red Bull Racing
4 von 30

Steckbrief:

Teamchef: Christian Horner
Firmensitz: Milton Keynes (Großbritannien)
Debütsaison: 2005
Chassis: RB13
Motor: Renault (Namensrecht an TAG Heuer verkauft)
Grand-Prix-Teilnahmen: 222
Siege: 52
Fahrer: Daniel Ricciardo (Australien), Max Verstappen (Niederlande)
Titel: Konstrukteurs-Weltmeister 2010 bis 2013

Daniel Ricciardo
5 von 30

Für Red Bull geht in dieser Saison wieder Daniel Ricciardo an den Start. Der 1989 geborene Australier fährt seit 2014 für den Rennstall und wurde 2014 und 2016 WM-Dritter. Seine Formel-1-Karriere begann mit dem Großen Preis von Großbritannien im Jahr 2011 – drei Jahre später konnte er mit dem Großen Preis von Kanada sein erstes GP-Rennen gewinnen.

Max Verstappen
6 von 30

Der Niederländer Max Verstappen wurde 1997 geboren und ist damit einer der jüngsten Fahrer in dieser Saison. Er startete erstmals beim Grand Prix von Australien im Jahr 2015. Bislang konnte Verstappen einmal einen Grand Prix gewinnen, außerdem wurde er 2016 WM-Fünfter.

Scuderia Ferrari
7 von 30

Steckbrief:

Teamchef: Maurizio Arrivabene
Firmensitz: Maranello (Italien)
Debütsaison: 1950
Chassis: SF70H
Motor: Ferrari
Grand-Prix-Teilnahmen: 929
Siege: 224
Fahrer: Sebastian Vettel (Deutschland), Kimi Räikkönen (Finnland)
Titel: 16 Mal Konstrukteurs-Weltmeister

Der viermalige Champion konnte sich am Donnerstag nicht wie sonst von Formel-1-Piloten gewohnt äußern. Ferrari setzte keine Presserunden an, weder der WM-Führende noch sein finnischer Teamkollege Kimi Räikkönen standen Rede und Antwort. Als Grund nannte Ferrari Sponsoren-Verpflichtungen. Allerdings haben die auch andere Fahrer.

Und Mercedes schaffte es, auch Hamiltons Teamkollegen Valtteri Bottas Redezeit zu ermöglichen. Der 27 Jahre alte Finne möchte seinen Fehler von China, als er sich mit seinem Silberpfeil in einer Safety-Car-Phase gedreht hatte, aus der Spitzengruppe rausgefallen und am Ende lediglich Sechster geworden war, so schnell wie möglich wieder gut machen. Zusätzlichen Druck verspüre er aber nicht, betonte Bottas in der Teamunterkunft von Mercedes.

Eines möchte der Nachfolger des zurückgetretenen deutschen Weltmeisters Nico Rosberg auch nicht: Die WM Hamilton und Vettel jetzt schon überlassen. „Es ist noch zu früh zu sagen, dass nur zwei Fahrer um die Weltmeisterschaft kämpfen“, sagte er.

In der WM-Wertung belegt der 27 Jahre alte Bottas den vierten Platz mit 23 Punkten. Vettel und Hamilton liegen punktgleich an der Spitze mit jeweils 43 Zählern. Beide gewannen je ein Rennen und wurden einmal Zweiter. Bottas hatte es beim Auftakt in Australien noch hinter die beiden als Dritter geschafft. In China wäre der zweite Platz für ihn möglich gewesen, meinte er am Donnerstag. Der eigene Fehler bremste ihn aber entscheidend.

Ob sich Bottas nun noch einschaltet in den WM-Kampf oder nicht, für Hamilton ist es schon jetzt ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das er genießt. Der 54-malige Grand-Prix-Gewinner bekräftigte, dass das Duell mit dem 43-maligen Renngewinner Vettel im Ferrari aufregender ist, als es die Duelle mit Rosberg waren. Zumal Ferrari ein Team mit großer Historie sei, betonte Hamilton. Man wird sehen, wer wen am Wochenende zum Schwitzen bringt.

  • dpa
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