Formel 1 in Mexiko
„Es war ein sehr emotionaler Sieg“

Nach dem Frust in Austin entschädigt sich Nico Rosberg mit einem Sieg in Mexiko. Vor seinen Team-Rivalen Lewis Hamilton setzte er sich vor über 100.000 Zuschauern durch. Auch die Siegerehrung war ein Spektakel.

Mexiko-StadtDieses Grand-Prix-Wochenende war ein Ereignis. 90.000 Zuschauer am Freitag, so viele sind an manchen Strecken nicht mal am Rennsonntag. 110.000 Zuschauer am Samstag, 110.000 Zuschauer am Sonntag. Ausverkauft. Eine riesige Formel-1-Wiedersehensfeier. Allein die Fahrerparade setzte neue Maßstäbe, von der Siegerehrung im ehemaligen Baseballstadion ganz zu schweigen. Selbst ein an Höhepunkten eher überschaubares Rennen, an dessen Ende Nico Rosberg nach 133-tägiger Durststrecke wieder gewinnen konnte, wurde zum Spektakel. So kann die Formel 1 nur gewinnen.

Endlich konnte der 30 Jahre alte gebürtige Wiesbadener seine Pole Position auch verteidigen. Dreimal zuvor war ihm das gegen Weltmeister Lewis nicht gelungen, diesmal schon. Auf ein mögliches Rad-an-Rad-Duell wie eine Woche vorher ließ es Rosberg gar nicht ankommen.

Nach den merklich betrüblichen Stunden der erneuten Niederlage im Titelkampf und all dem Frust von Austin schaltete Rosberg am Mexiko-Wochenende den perfekten Rennmodus ein: Überlegt, souverän, siegreich. Allerdings blieb ein bitter Nachgeschmack übrig. Hamilton hatte über den Boxenfunk eine Diskussion geführt, warum er auf Platz zwei liegend hinter Teamkollege und Renngewinner Nico Rosberg zu einem zweiten Boxenstopp reingeholt werden sollte.

„Lewis hatte dazu einige Fragen, aber das ist ganz normal”, meinte Wolff. „Aber wir haben am Kommandostand den Überblick und Lewis folgte unserer Anweisung, an die Box zu gehen. Rennfahrer haben Emotionen und wenn sie nicht jedes Mal gewinnen wollten, wären sie nicht die Talente, die sie sind”, betonte der Mercedes-Motorsportchef nach dem Großen Preis von Mexiko.

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