Formel 1 in Russland

Sotschi will verlängern

Sotschi will auch über 2020 hinaus Formel-1-Standort bleiben und den Vertrag mit der Rennsport-Königsklasse verlängern. Auch ein Nachtrennen wollen die Russen. Die Organisatoren sind optimistisch.
Die Streckenbetreiber von Sotschi wollen als Rennstandort vorzeitig verlängern. Quelle: dpa
Formel 1 in Russland

Die Streckenbetreiber von Sotschi wollen als Rennstandort vorzeitig verlängern.

(Foto: dpa)

Die Streckenbetreiber von Sotschi wollen ihren Formel-1-Vertrag vorzeitig über 2020 hinaus verlängern und wohl ab 2017 ein Nachtrennen veranstalten. „Wir werden alles tun, um die Formel 1 hier zu halten“, sagte Alexander Saurin, der Vize-Gouverneur der Krasnodar-Region, am Freitag vor dem Großen Preis von Russland. Der Grand Prix sei wichtig für die Entwicklung der Region und des Olympia-Parks im Winterspiele-Ort von 2014.

Derzeit werde trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation wegen des Rubel-Verfalls über die Konditionen für eine frühe Verlängerung des Kontrakts gesprochen. „Wir geben unser Bestes, um das Geschäftsmodell effizient zu gestalten“, sagte Saurin. Geprüft werde, ob das Rennen in zwei Jahren unter Flutlicht ausgetragen werden könne. Eine Entscheidung werde im kommenden Jahr fallen.

Die Lehren aus dem Großen Preis von Italien
Die Lehren aus dem Großen Preis von Italien
1 von 10

Während des Großen Preis von Italien gab es keine spannenden Szenen. Allenfalls der von Kimi Räikkönen verschlafene Start sorgte für Sekunden für einen kleinen Aufreger - bis dann die Reifen wieder zum Top-Thema wurden. In Monza ging es nicht um Platzer, sondern um PSI und zu wenig Druck. Nach zwei Stunden Zittern war dann auch hier die Luft raus.

Unaufhaltsamer Hamilton
2 von 10

Wer soll den erneut wie entfesselt fahrenden Lewis Hamilton im WM-Rennen noch stoppen? Beim Großen Preis von Italien feierte der britische Titelverteidiger seinen siebten Saisonsieg und profitierte zudem vom Ausfall seines Teamkollegen Nico Rosberg.

Schon 53 Punkte Vorsprung
3 von 10

Nach dem Europafinale in Monza führt der Mercedes-Star die WM mit bereits 53 Punkten Vorsprung vor Rosberg an. Ein dickes Polster für die ausstehenden sieben Übersee-Rennen. Angesichts seiner Dominanz könnte sich Hamilton sogar Ausfälle leisten, ohne dass seine Mission Titelverteidigung ernsthaft gefährdet wäre.

Ferraristi im Vettel-Rausch
4 von 10

Sebastian Vettel hat mit seinem zweiten Platz die Herzen der Tifosi im Sturm erobert. Auch wenn ein Sieg beim Ferrari-Heimrennen nie in Reichweite war, genossen der viermalige Weltmeister, sein Team und die Fans diesen Podestplatz. Mit seinem emotionsgeladenen „Grazie, grazie Tifosi, grazie, grazie“ bediente er zudem - ob bewusst geplant oder einfach emotional überwältigt - perfekt die Gefühle.

Ferraristi im Vettel-Rausch
5 von 10

Und sportlich scheint noch einiges möglich: Gegenüber Hamilton liegt Vettel zwar schon 74 Zähler und damit ziemlich aussichtslos zurück. Aber Rosberg und damit Rang zwei in der WM-Endabrechnung sind angesichts von noch 21 Punkten Rückstand durchaus in Reichweite.

Nico Rosberg wird nicht Weltmeister
6 von 10

Ein Grand Prix zum Verzweifeln und Vergessen für den Deutschen. „Das ganze Wochenende ist schiefgelaufen, was nur schieflaufen konnte“, klagte Nico Rosberg. Während bei Hamilton der neue Mercedes-Motor bestens funktionierte, musste seine PS-starke Power Unit vor der Qualifikation wegen eines Problems sicherheitshalber ausgebaut worden. Mit dem dafür eingesetzten, schon sechs Rennen alten Hybrid-Turbo hatte er in der Qualifikation keine Chance auf die Pole.

Nico Rosberg wird nicht Weltmeister
7 von 10

Und im Rennen flog ihm das Ding dann in der drittletzten Runde regelrecht um die Ohren. Statt Platz drei null Punkte und ein weiterer Rückschlag. „Für die WM ist das ein Desaster“, stellte er frustriert fest. Selbst wenn Rosberg alle sieben ausstehenden Grand Prix gewinnen sollte, wäre das keine Garantie für den Titeltriumph. Hamilton würden dann sechs zweite Plätze und ein dritter Rang reichen, um mit einem Punkt Vorsprung erneut Champion zu werden.

Sotschi hatte im Vorjahr sein Debüt in der Formel 1 gegeben. Im nächsten Jahr rückt der Grand Prix vom Oktober in den Mai. Die Organisatoren zeigten sich unbesorgt, dass die nur wenige Wochen später geplante Premiere von Aserbaidschan in der Formel 1 das Interesse am Russland-Rennen negativ beeinflussen könnte. „Baku hilft dabei, den Sport in dieser Region populärer zu machen. Davon werden beide Rennen profitieren“, sagte Mitorganisator Sergej Worobjew.

  • dpa
Startseite
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%