Formel-1
Noch einmal aus dem Vollen schöpfen

Am Sonntag beginnt die Formel-1-Saison 2008 mit dem ersten Rennen in Melbourne. BMW-Sauber will endlich die Phalanx von Mercedes und Ferrari aufbrechen und in den Kampf um die Spitze eingreifen. Ron Dennis bleibt trotz der Querelen der Vorjahre Teamchef bei McLaren.

MELBOURNE. Genfer Auto-Salon war letzte Woche, an diesem Sonntag beginnt die richtige Weltmeisterschaft der Automobilkonzerne: Die Formel-1-Saison 2008, sie startet mit dem ersten Rennen in Melbourne.

Und sie verspricht zu einer Schlacht der Werksteams zu werden. McLaren-Mercedes hat nach der Spionage-Affäre und dem verlorenen Titel im letzten Rennen in Sao Paulo noch mehrere Rechnungen mit Ferrari offen, und BMW will aus dem Zweikampf einen Dreikampf machen.

Nein, muss. Geschätzte 210 Millionen Euro lässt sich der Münchner Automobilkonzern das Unternehmen Grand-Prix-Sieg in diesem Jahr kosten. Seit der Jahrtausendwende probiert BMW den Aufstieg an die Spitze der Königsklasse, erst als Motorenlieferant, seit drei Jahren mit eigenem Team. Damals hat der deutsche Konzern das Schweizer Privat-Team von Peter Sauber erworben. Seither wird es zur Konzernfiliale ausgebaut. 430 Mitarbeiter in Hinwil und rund 300 Ingenieure in München umfasst die komplettierte Mannschaft, in der Schweiz stehen ein Supercomputer, der modernste Windkanal der Branche und eine nagelneue Rennfabrik.

Die Aufbauphase ist abgeschlossen, jetzt muss der Aufschwung kommen. Es ist kein Wunsch, sondern ein Befehl – festgeschrieben in einer Zielvereinbarung mit Technikvorstand Klaus Draeger. Der Plan sieht vor: Siege in diesem Jahr und im kommenden um den Titel mitfahren. Ist der Druck zu groß? „Nein“, sagt der Motorsportchef des Teams Mario Theissen: „Schlaflose Nächte habe ich nicht, dadurch wird das Auto auch nicht schneller.“

Doch der letzte Schritt an die Spitze ist eher ein Sprung und zwar ein gewaltiger. Ferrari und McLaren-Mercedes operieren seit Jahren im absoluten Spitzenbereich. BMW will das nun mit Überraschungen kontern. Schon Ende vergangenen Jahres, nachdem der zweite Platz in der Teamwertung feststand, (McLaren fiel aufgrund der Spionage-Affäre auf den letzten Platz zurück), wurde alles auf die Zukunft ausgerichtet. Dementsprechend radikal sind die technischen Lösungen, die im neuen Boliden F1.08 stecken – vor allem die Aerodynamik mit ihren Hirschgeweih ähnlichen Flügeln.

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