Formel 1 Saison 2005
Auf der Überholspur

Nach Jahren der Dominanz von Michael Schumacher haben zwei aufstrebende Youngster der Formel-1-Saison 2005 ihren Stempel aufgedrückt. Kimi Räikkönen konnte aber trotz des schnellsten Auto nicht auf das oberste WM-Podest hüpfen, Fernando Alonso und sein Renault waren einfach konstanter als der "Silberpfeil" des Finnen. Für Ex-Champion Schumacher reihte sich hingegen Enttäuschung an Enttäuschung - eine Bilanz.

Fahrer des Jahres: Fernando Alonso

Der 24 Jahre alte Spanier war die Beständigkeit in Person und krönte sich damit zum jüngsten Weltmeister aller Zeiten. In den 19 Rennen fuhr er 15-mal aufs Siegerpodest und holte sieben Siege. Nur einmal schied er aus (Montreal), einmal wurde er Elfter (Budapest), in Indianapolis trat er gar nicht an. Seine 133 WM-Punkte sind die drittmeisten, die je ein Fahrer geholt hat. Nur Michael Schumacher war zweimal besser (2004/148 und 2002/144).

Pechvogel des Jahres: Kimi Räikkönen

Der "Iceman" war oft der schnellste Fahrer im Feld, wurde aber durch ein anfälliges Auto mehrfach zurückgeworfen. Dreimal (Imola, Nürburgring, Hockenheim) schied er in Führung liegend aus, viermal kosteten ihn Motorwechsel im Training zehn Startplätze. Dennoch gewann der Finne sieben Rennen. Das schaffte 1984 nur Prost - und wurde im Duell mit Niki Lauda trotzdem nicht Weltmeister.

Verlierer des Jahres: Michael Schumacher

Im Vorjahr hatte der Kerpener mit 13 Saisonsiegen noch einen Fabelrekord aufgestellt, in dieser Saison reichte es für Schumacher nur zum "geschenkten" Sieg beim Sechs-Auto-Rennen in Indianapolis. Er stand das ganze Jahr in dem unterlegenen Ferrari auf verlorenem Posten, nur in Imola hatte er eine realistische Siegchance, kam aber in der Schlussphase nicht an Alonso vorbei. Rennen, Punkte und den WM-Titel verlor der Rekord-Weltmeister, Kampfgeist und Motivation aber nicht.

Team des Jahres: Renault

Mit dem kleinsten Budget der Spitzenteams gelang den Franzosen der große Wurf und der erste WM-Triumph in eigener Regie. Teamchef Flavio Briatore hatte mehr Wert auf Zuverlässigkeit als auf absolute Spitzenleistung gelegt und damit richtig gehandelt. Oft langsamer als die "Silberpfeile" von Mclaren-Mercedes profitierte vor allem Alonso immer wieder von den Ausfällen der Rivalen.

Absteiger des Jahres: Ferrari

Der Absturz vom Top-Team mit sechs Konstrukteurstiteln in Folge ins Mittelfeld war extrem hart. Der erst sehr spät fertiggestellte F2005 war nie in der Lage, an die Leistungen seines erfolgreichen Vorgängers F2004 anzuknüpfen - auch, weil es Probleme mit den Bridgestone-Reifen gab.

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