Formel-1-Saison 2014: Die größte Herausforderung für Sebastian Vettel

Formel-1-Saison 2014
Die größte Herausforderung für Sebastian Vettel

Die Vorbereitung verpatzt, der Wagen zu langsam und unzuverlässig: Sebastian Vettel ist schon besser in die Saison gestartet. Doch 2014 könnte der größte Triumph des vierfachen Weltmeisters werden – auch ohne Titel.
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DüsseldorfEin Formel-1-Rennen sah im vergangenen Jahr meist so aus: Sebastian Vettel startete von einem der vorderen Plätze aus ins Rennen, übernahm kurz nach Rennstart die Führung und gab diese bis zur schwarz-weiß karierten Zielflagge auch nicht mehr ab.

Bei insgesamt 13 von 19 Rennen überquerte Vettel in seinem Red-Bull-Renner als erster die Ziellinie, die letzten neun Saisonläufe davon in Serie. Früh stand er als Weltmeister fest – auch für eingefleischte Motorsportfans wenig spannend.

Dieses Jahr wird alles anders. Denn Titelverteidiger Vettel hat die Top Ten in der Startaufstellung für den Saisonauftakt deutlich verpasst – und das schlechte Ergebnis war erwartet worden. Der amtierenden Champion kam auf regennasser Strecke in der Qualifikation nicht über den 12. Platz hinaus. Vettel schied in seinem Red Bull damit zum ersten Mal seit September 2012 vorzeitig aus und muss am Sonntag aus dem Mittelfeld in den Großen Preis von Australien starten.

Neue Motoren- und Aerodynamik-Regeln haben die Kräfteverhältnisse durcheinander geworfen. Im letzten Rennen der Saison 2013 in Sao Paulo überrundete Weltmeister Vettel die Renner des Williams-Teams nach nur einem Drittel des Rennens. Bei den abschließenden Testfahrten in Bahrain gehörte Williams zusammen mit dem Mercedes-Werksteam zu den Schnellsten – weit vor Red Bull.

Für Serien-Weltmeister Vettel und seine Red-Bull-Truppe lief die Vorbereitung alles andere als optimal. Zusammen mit seinem neuen Teamkollegen Daniel Ricciardo drehte der Heppenheimer nur etwa ein Drittel der Runden, die die Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton und Nico Rosberg fahren konnten. Und dabei waren die Silberpfeile deutlich schneller als der neue Vettel-Dienstwagen. Zu oft blieb der Red Bull liegen, mal war es der neue, komplizierte Turbomotor von Renault, mal fing die Verkleidung des Rennwagens wegen großer Hitzeprobleme Feuer.

In Panik verfällt der 26-Jährige deshalb aber nicht. „Aufgrund der wenigen Test-Runden, die wir wegen unserer Probleme gefahren sind, kann ich nicht wirklich sagen, wo wir stehen. Außer, dass die Konkurrenz uns – was offensichtlich ist – voraus ist“, bilanziert Vettel im Interview mit der „Welt am Sonntag“ nüchtern. Über sich selbst sagt der Heppenheimer, er sei gelassener geworden. „Auch was die neue Saison betrifft.“

Dieser Testwinter ist sicher nicht so verlaufen, wie es sich Sebastian Vettel gewünscht hat. Der vierfache Champion sagte zum Abschluss der Vor-Saison-Tests: „Das Fazit ist recht bescheiden, weil wir einfach nicht wie gewünscht zum Fahren gekommen sind. Wir standen doch öfter in der Box und mussten am Wagen Hand anlegen. Wir haben nicht genug lernen können.“

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„Es fühlt sich nicht gut an, zu verlieren“

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