Formel 1
Silverstone: Montoya gewinnt vor Alonso

Ein auf Nummer sicher fahrender Fernando Alonso hat sich in Silverstone mit Platz zwei hinter Juan Pablo Montoya im Silberpfeil begnügt und seine WM-Führung trotzdem ausgebaut.

HB SILVERSTONE. Während Rekordweltmeister Michael Schumacher im Ferrari am Sonntag beim Großen Preis von Großbritannien als Sechster einmal mehr mit dem Rennausgang nichts zu tun hatte, mied der Titelfavorit aus Spanien im elften Formel-1-Rennen des Jahres das Risiko und gewann trotzdem, da sein ärgster Rivale Kimi Räikkönen einmal mehr vom Pech verfolgt war. Der Finne wurde beim ersten Sieg von Montoya im McLaren-Mercedes nach erneut toller Aufholjagd lediglich Dritter.

Ralf Schumacher im Toyota kam auf Rang acht und holte wenigstens einen WM-Punkt; Nick Heidfeld im BMW-Williams war als Zwölfter völlig chancenlos. Drei Tage nach den Terroranschlägen in London wehten die Fahnen rund um den Traditionskurs, auf dem vor 55 Jahren das erste Formel-1-Rennen ausgetragen worden war, auf Halbmast. Die Sicherheitsvorkehrungen waren erhöht worden. Nach der britischen Nationalhymne wurde mit einer Schweigeminute der Opfer gedacht, dann wurden die Motoren gestartet.

Vor 100 000 Zuschauern erhöhte Alonso mit seiner von der Taktik geprägten Fahrt sein WM-Punktekonto auf 77 Zähler. Der Renault-Pilot liegt damit klar vor seinen Rivalen. Der siebenmalige Weltmeister Michael Schumacher (43) liegt als Dritter schon 34 Punkte hinter Alonso und dessen Verfolger Kimi Räikkönen (51) im McLaren-Mercedes zurück. Ralf Schumacher (23) ist Neunter; Nick Heidfeld (25) liegt knapp vor seinem Landsmann.

"Der WM-Zug für Michael und Ferrari ist abgefahren. Der Titel wird zwischen Renault und McLaren, zwischen Räikkönen und Alonso ausgefahren", sagte Renault-Teamchef Flavio Briatore. Sein 23 Jahre alter Schützling Alonso profitierte in Silverstone einmal mehr von der Pechsträhne seines Rivalen Räikkönen. Wie schon beim letzten Grand Prix in Magny-Cours musste der Finne nach einem Motorwechsel von Platz zwölf starten. "Kimi hat nur zwei Punkte auf Alonso verloren. Alles bleibt offen", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

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