Formel 1
Spanien feiert Alonso bereits als Weltmeister

dpa MADRID. Ganz Spanien feiert Fernando Alonso noch vor dem letzten Rennen der Formel 1 in Brasilien am 22. Oktober als neuen Weltmeister.

Fast alle Zeitungen des Landes druckten auf ihren Titelseiten Fotos von den Freudensprüngen ab, die der Titelverteidiger nach seinem Sieg beim Rennen um den Großen Preis von Japan unternommen hatte. „Alonso hat den Schlüssel zum Titel in der Hand“, titelte das Sportblatt „Marca“ und zeigte das Bild eines lächelnden Alonso, der einen Schraubenschlüssel empor hält. Das Konkurrenzblatt „As“ meint: „Alonso steht einen Punkt vor dem Gewinn einer Weltmeisterschaft, die noch wertvoller sein wird als die vorige. Diesmal hatte er es mit einem Superchampion wie Michael Schumacher zu tun, der ihm den Titel bis zum letzten Moment streitig machte.“

Nach Ansicht des Fachblatts „Sport“ ließ Alonsos Sieg in Japan die Sportfans das Elend der spanischen Fußballnationalelf vergessen, die am Vorabend in der Qualifikation für die Europameisterschaft in Schweden 0:2 verloren hatte. „Der Rennfahrer gab den Spaniern jene Illusionen zurück, die ihnen die Fußballer von Trainer Luis Aragonés wenige Stunden zuvor genommen hatten.“

Der Kolumnist Roberto Palomar witzelte: „Der supersympathische Alonso hat die Weltmeisterschaft so nahe, dass er den Titel im letzten Rennen in Brasilien auch mit einem Renault Megane holen könnte. Noch besser wäre es, er führe die letzte Runde im Rückwärtsgang - aus Protest gegen die Schikanen des Weltverbandes FIA.“ Allerdings gibt es in Spanien auch warnende Stimmen. „Nichts ist unmöglich“, warnte der „Marca“-Korrespondent Marco Canseco. „Auch einem Alonso kann mal der Motor platzen.“

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