Formel 1
Viel Geld für nichts

Mit dem Großen Preis von Australien beginnt für Toyota die siebte Formel 1 Saison. Für sein Engagement im Autorennsport gibt der größte Autokonzern der Welt rund 400 Millionen Euro aus, doch bislang verkam die Formel 1 für Toyota zur bloßen Materialschlacht. In diesem Jahr soll sich einiges ändern.

TOKIO. Ob die Autos dieses Mal durchhalten und die Fahrer zumindest gelegentlich siegen? Mit dem Großen Preis von Australien beginnt für Toyota die siebte Saison in der Formel 1. Branchenschätzungen zufolge gibt der größte Autokonzern der Welt knapp 400 Mill. Euro im Jahr für sein Engagement im Autorennsport aus – mehr als selbst die engagiertesten Konkurrenten. Erhoffter Effekt: In den Industrieländern will der Klassenbeste der Autoindustrie weg vom allzu braven Image. Doch anders als in den Disziplinen „Organisation der Massenproduktion“ oder „Kostenkontrolle“ gibt sich Toyota hier mal nicht als Primus, sondern schafft es nur ans untere Ende der Wertungen. Bilanz bisher: Kein Sieg, dafür desaströse Ausfälle der Wagen und ständiger Wechsel des Personals.

Einiges spricht dafür, dass dieses Jahr die Wende gelingen könnte – zumindest durch einen Vorstoß ins Mittelfeld. Mit dem neuen Fahrer-Team Timo Glock, Jarno Trulli und Kamui Kobayashi treten ehrgeizige junge Leute an. Das neue Auto, am vergangenen Mittwoch vorgestellt, soll sich wieder auf das besinnen, was erprobtermaßen funktioniert - eigentlich eine Grundregel bei Toyota. Doch in der Vergangenheit diktierten komplexe Computermodelle manch kühnes Design, das in der Praxis eben nichts brachte.

Die Toyota-Hierarchie gibt sich hartnäckig siegesorientiert. „Wir machen das, um zu gewinnen“, betonte Konzernchef Katsuaki Watanabe bei der Präsentation der Motorsport-Aufstellung im vergangenen Jahr.

Doch unter der Hand sind aus dem Kölner Team des Konzerns stillere Töne zu hören. Da ist davon die Rede, 2008 zumindest ohne Pannen durchzukommen, hin und wieder eine Platzierung unter den ersten zehn zu erreichen und sich Peinlichkeiten zu ersparen. „Unser klares Ziel 2008 ist erst einmal eine große Verbesserung der Ergebnisse“, schränkte Tadashi Yamashina, Chef der Formel-1-Abteilung, selbst ein.

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