Formel 1
Williams wechselt die Seiten

Der englische Rennstall Williams hat im Kampf um die Zukunft der Formel 1 die Seiten gewechselt. Das Unternehmen teilte mit, dass es seinen Vertrag mit der von Bernie Ecclestone geführten Formel-1-Holding über das Jahr 2008 hinaus verlängert habe.

LONDON. Damit stehen jetzt vier Teams auf Ecclestones Seite: Ferrari als einziger Motorenhersteller, Midland, Red Bull Racing und Williams. Die fünf Motorenhersteller BMW, Mercedes-Benz, Honda, Renault und Toyota arbeiten weiter an einer konkurrierenden Rennserie.

Williams habe den neuen Vertrag unterschrieben, nachdem die Formel-1-Holding eine bessere Verteilung der Einnahmen unter den Teams zugesagt habe, teilte der Rennstall am Mittwoch vormittag mit. "Die Hersteller und Teams haben eine Reihe von weit reichenden Veränderungen durchgesetzt", sagte Teamchef Sir Frank Williams. "Nun ist die Zeit gekommen, dass alle die schädliche Unsicherheit beseitigen, die über unserem Sport hängt." Die neuen Bedingungen der Holding und des Motorsportverbandes FIA seien eine faire Basis für eine Einigung mit den Herstellern.

Der Hersteller-Verbands GPMA erkenne an, dass die jüngsten Verhandlungen Fortschritte gebracht hätten, sagte ein Sprecher. Die fünf Hersteller seien aber nur bereit, an einer Rennserie teilzunehmen, in der eine faire und gleichberechtigte Partnerschaft herrsche.

Damit droht der Formel 1 weiterhin die Spaltung nach dem Auslaufen des gegenwärtigen Abkommens im Jahr 2008. Die in der GPMA organisierten Hersteller kritisieren, jahrzehntelang nicht ausreichend an den jährlichen Milliardeneinnahmen aus der Formel-1-Vermarktung beteiligt worden zu sein. Sie werfen Ecclestone vor, dass ein Großteil der Gewinne in seinem undurchsichtigen Firmengeflecht versickere. Die Chancen für eine Einigung sind gestiegen, seit der Finanzinvestor CVC Capital Partners Ende November überraschend die Mehrheit an der Formel-1-Holding von der Bayern LB und Ecclestone übernommen hat. Gestern stockte er mit dem Kauf der Anteile der US-Investmentbank JP Morgan seine Beteiligung an der Holding von 75 auf 86 Prozent auf.

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