Motorsport
Formel-3-Euroserie soll Schumis Erben formen

Dank umfangreicher Regeländerungen soll in der Formel-3-Euroserie ab dem kommenden Jahr die Förderung von Motorsporttalenten noch professioneller vorangetrieben werden.

Michael Schumacher ist nicht mehr der Jüngste, und so macht man sich allerorten Gedanken über eine angemessene Nachfolge des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters. In der Formel-3-Euroserie etwa sollen Regeländerungen ab der Saison 2006 dazu beitragen, dass der Nachwuchs noch besser auf die "Königsklasse" vorbereitet wird. "Ich bin überzeugt, dass damit ein wichtiger Schritt in die Zukunft gemacht wurde", berichtet Hermann Tomczyk. Der Adac-Sportpräsident und Vize-Präsident des Deutschen Motor Sport Bundes (Dmsb) hofft, schon bald einen neuen Michael Schumacher zu finden. Dabei setzt er auch auf die 2006 ins Leben gerufene Trophy. Tomczyk: "Wir geben damit unseren Talenten eine zusätzliche Chance, sich in einem professionellen Umfeld zu entwickeln und zu profilieren."

Testverbot ab kommender Saison

Ein Testverbot, ein geänderter Qualifyingmodus, längere Rennen, ein neues Punktesystem, die Zulassung von Fahrzeugen der Jahrgänge 2002 bis 2004 und die neue Trophy sind die wichtigsten Änderungen für die Formel-3-Euroserie im kommenden Jahr. Mit den Neuerungen soll die "Sprungbrettliga" attraktiver und kostengünstiger werden, damit die Talente künftig noch besser gefördert werden. An diesem Wochenende gastiert die Euroserie gemeinsam mit der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) auf dem Eurospeedway Lausitz.

"Die Euroserie ist ein unumgänglicher Schritt als Vorstufe zur Formel 1, vor allem, weil dieser Wettbewerb so eng ist", meint Nico Rosberg. Der Sohn des ehemaligen Formel-1-Weltmeisters Keke Rosberg (Finnland) fuhr im vergangenen Jahr selbst in der Euroserie, bevor er 2005 mit der GP2-Serie den Sprung ins Rahmenprogramm der Formel 1 schaffte. Nico Rosberg lobt: "In der Euroserie habe ich unglaublich viel gelernt und mir all das angeeignet, was ich für meine weitere Karriere im Formel-Sport benötige."

Mindestens fünf Formel-1-Pisten als Austragungsorte

Mit dem neuen Format bleibt die Formel-3-Euroserie auch in der kommenden Saison eine der attraktivsten Nachwuchsserien weltweit. Die Talente werden auf mindestens fünf Formel-1-Pisten antreten und wie bisher einen Großteil der Rennen im Umfeld der DTM austragen. Damit setzt die Euroserie in der Vermarktung auf Kontinuität und bietet allen Nachwuchsfahrern eine optimale Grundlage für eine weitere Formel-Karriere.

"Dass so viele junge Nachwuchsfahrer den Sprung nach ganz oben geschafft haben, hat uns selbst überrascht, es zeigt aber, dass das Konzept der Formel-3-Euroserie funktioniert", sagt Tomczyk stolz: "Durch den Zusammenschluss der deutschen und der französischen Formel-3-Meisterschaft zur Formel-3-Euroserie haben wir einen Wettbewerb auf höchstem Niveau geschaffen, in dem sich die besten Nachwuchsfahrer weltweit messen können."

Nur noch ein Qualifying

Im kommenden Jahr wird es an den Rennwochenenden nur noch ein 30-minütiges Qualifying geben. Das Qualifying entscheidet über die Startaufstellung für das erste Rennen der Veranstaltung. Dieses wird am Samstag über eine Distanz von 110 Kilometern oder maximal 40 Minuten ausgetragen. Das Ergebnis des ersten Rennens bestimmt die Startaufstellung für den zweiten Lauf, bei dem die besten Acht in umgekehrter Reihenfolge starten.

Das zweite Rennen wird sonntags gefahren. Wie bisher geht es dabei über eine Distanz von mindestens 80 Kilometern bzw. maximal 30 Minuten. Für den Lauf am Sonntag erhalten die ersten sechs Fahrer Punkte - von sechs bis eins. Für das lange Rennen am Samstag bleibt es beim bewährten Punktesystem, das auch in der Formel 1 und DTM Anwendung findet.

© SID

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