Formel 1: Ferrari-Website kapituliert vor Fan-Ansturm

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Ferrari-Website kapituliert vor Fan-Ansturm

Ferrari hat erstmals seinen neuen Formel-1-Boliden nicht einem ausgewählten Kreis, sondern per Internetübertragung der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Marketing-Experten loben die Idee - die eigentlich so neu auch in der Autobranche nicht ist.

MAILAND. Das Interesse war enorm: Ferrari-Anhänger mussten einige Geduld aufbringen, um den neuen F60-Rennwagen betrachten zu dürfen. Die Fans der roten Formel-1-Boliden standen nicht etwa am Hauptsitz im italienischen Maranello Schlange, sondern harrten daheim an ihrem Computer aus. Bis zu zehn Minuten dauerte es allein, bis sich der Web-Auftritt von Ferrari im Browser öffnete.

Nur wenige Besucher schafften auch den nächsten Schritt: Bei der virtuellen Präsentation im Netz brach die Seite immer wieder wegen Überlastung zusammen. Anscheinend hatten selbst die Organisatoren nicht mit einem so großen Andrang gerechnet.

Dennoch: Ferrari ist in diesem Jahr gleich doppelt in Führung gegangen: Als erstes Team hat der Konstrukteurs-Weltmeister das neue Rennauto für die diesjährige Formel-1-Saison vorgestellt. Und als Erster hat Ferrari die Präsentation komplett ins Internet verlegt - statt wie üblich nur bevorzugte Journalisten, Experten und Prominente einzuladen.

Mit dabei waren auch die beiden Fahrer Felipe Massa und Kimi Räikkönen. Sie enthüllten den neuen Boliden gemeinsam vor einer Webcam. Massa fuhr zudem die erste Proberunde - wenn auch nicht wie geplant in Fiorano bei Maranello, sondern schneebedingt in Mugello bei Florenz. Im Internet konnten sich die Fans auch die Interviews zum neuen F60 anschauen. Die 60 steht dabei für die Anzahl der Weltmeisterschaften, an denen der Rennwagenstall teilgenommen hat.

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