Motorsport
Frentzen will in Oschersleben erfolgreich sein

Nach seinem Podestplatz beim DTM-Rennen in Brünn, will Opel-Pilot Heinz-Harald Frentzen auch beim heutigen 5. DTM-Lauf in Oschersleben in der Erfolgsspur bleiben. Zudem muss sich "HHF" für einen neuen Job empfehlen.

Die Leiden des nicht mehr ganz so jungen Heinz-Harald Frentzen in der Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) scheinen vorbei zu sein. Nachdem der frühere Formel-1-Pilot zuletzt in Brünn die Kurve gekriegt hat und erstmals auf dem Podest stand, will er heute (14.00 Uhr/live in der ARD) beim 5. Saisonrennen in Oschersleben in der Erfolgsspur bleiben. Der dritte Platz von Brünn sei moralisch nicht zu unterschätzen, meint der Mönchengladbacher: "Das baut das ganze Team auf und sorgt für zusätzliche Motivation."

Gute Ergebnisse sind für Frentzen in diesem Jahr von doppelter Bedeutung, denn zurzeit steht der 38-Jährige mit einem Bein auf der Straße. Arbeitgeber Opel steigt zum Saisonende aus, und ein neues Angebot liegt offenbar nicht vor. "Keiner aus der Mannschaft weiß, wie es weitergeht. Wir müssen uns deshalb mit guten Leistungen für einen neuen Job empfehlen", sagte Frentzen dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Als Zugpferd war "HHF" 2004 in die DTM geholt worden, konnte den hohen Erwartungen aber bis Brünn nie gerecht werden. Als er in den 13 Rennen zuvor von einer Pleite in die nächste schlitterte, machten sogar schon absurde Sabotagegerüchte die Runde. Davon will Frentzen nichts wissen, er sieht endlich Licht am Ende des Tunnels. "Was links und rechts von mir passiert, kann ich nicht beeinflussen. Ich kann mich immer noch auf meinen Job konzentrieren. Für mich ist es nach wie vor das Wichtigste, mit dem Team erfolgreich zu sein", sagt der Opel-Pilot.

Seinen Helm will Frentzen nach dem Opel-Ausstieg noch lange nicht an den Nagel hängen. "Ich würde sehr gerne in der DTM bleiben, denn langsam komme ich in Schwung. Das ist eine tolle Rennserie mit vielen Fans", sagt der Mönchengladbacher. Mit einer Jahresgage von rund 750 000 Euro gehört Frentzen zu den Topverdienern der DTM. Da aber weder Audi noch Mercedes diese Summe für einen 38-Jährigen ausgeben wollen, schaut er sich bereits nach Alternativen um: "Es ist kein Geheimnis, dass ich auch gerne mal in Amerika Rennen fahren würde."

Doch zunächst will Frentzen in dieser Saison weiter für Furore sorgen. Mit Rang drei in Brünn habe er selbst nicht gerechnet, sagt der Rheinländer: "Deshalb war es für mich auch ein ganz besonderer Moment." Opel-Sportchef Volker Strycek, der zuletzt nicht immer auf einer Wellenlänge mit seinem Star lag, will erst gar keine Euphorie aufkommen lassen. "Heinz Harald hat mit dem dritten Platz in Brünn seine gute Form bestätigt. Das Vertrauen, das wir in ihn gesetzt haben, hat er zurückgezahlt", meint Strycek betont nüchtern.

Frentzen hofft, dass bei ihm jetzt endlich der Knoten geplatzt ist, doch er bleibt bescheiden und will keine großen Versprechungen für Oschersleben machen. "Von der Basis war Opel auf dieser Strecke auch im letzten Jahr gut. Wir befinden uns aber immer noch in einem Entwicklungsprozess und machen halt langsame Fortschritte", meint "HHF", auf Rang acht in der Gesamtwertung derzeit bester der vier Opel-Piloten.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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