Gerüchte um einen Wechsel Michael Schuhmachers: Braucht Ferrari ein neues Zugpferd?

Gerüchte um einen Wechsel Michael Schuhmachers
Braucht Ferrari ein neues Zugpferd?

Seit 1996 ist Michael Schumacher nun schon im roten Schlitten unterwegs. Nach seiner schlechten Saison tauchen allerdings Gerüchte um einen Wechsel auf. Ferrari gibt sich vorerst gelassen, Niki Lauda hingegen ist von einem Wechsel des 7-fachen Weltmeisters überzeugt.

HB FRANKFURT/MAIN/MARANELLO. Der frühere Formel-1-Weltmeister Niki Lauda hat die Spekulationen über einen möglichen Wechsel von Michael Schumacher wieder neu angeheizt. „Wenn er schon freiwillig von einem Prozent spricht, dann ist die Wahrscheinlichkeit in Wahrheit größer als wir alle denken“, sagte der Österreicher.

Schumacher hatte in einem Interview mitgeteilt, dass er einen Abgang von Ferrari zu einem anderen Rennstall zu 99 Prozent ausschließen könne: „Das eine Prozent muss ich mir offen lassen.“

Bereits im vergangenen Jahr waren Gerüchte aufgekommen, dass Schumacher sein Team verlassen und zu McLaren-Mercedes wechseln könne. Doch der britisch-schwäbische Rennstall sicherte sich von 2007 an die Dienste von Weltmeister Fernando Alonso. Der Spanier im Renault hatte Schumacher nach fünf Titel-Gewinnen entthront.

Im Gespräch bei Ferrari soll derweil trotz eines angebotenen Rentenvertrags für Schumacher der finnische Silberpfeil-Pilot und WM- Zweite Kimi Räikkönen sein.

Für ein Jahr zu einem neuen Team zu wechseln, mache für Schumacher keinen Sinn, sagte Lauda. Der Kerpener müsste sich deshalb noch einmal länger binden. Ein längeres Engagement in der Formel 1 hatte Schumacher - auf Ferarri angesprochen - nicht ausgeschlossen: „Auch das würde ich davon abhängig machen, wie sich die nächste Saison gestaltet.“

Der siebenmalige Weltmeister fährt seit 1996 für die Italiener. Er hatte seinen Rennstall am Wochenende mit seinen Forderungen massiv unter Druck gesetzt. Ferrari reagierte am Montag mit Gelassenheit auf den Vorstoß seines Star-Piloten. „Für uns sind Michaels Kritikpunkte nichts Neues“, sagte Sprecher Luca Colajanni.

Schumacher, der Dienstag und Mittwoch im spanischen Jerez zum ersten Mal in diesem Jahr sein neues Auto testet, wolle eben gewinnen. „Wir alle arbeiten daran, und es ist unser oberstes Ziel, Michael dieses Jahr wieder ein konkurrenzfähiges Auto hinzustellen“, sagte Colajanni.

„Das Auto muss konkurrenzfähig sein. Wenn ich nicht einmal eine Chance habe, Rennen zu gewinnen und um den Titel zu kämpfen, glaube ich nicht, dass ich große Lust verspüre, meine Karriere fortzusetzen“, hatte Schumacher am Wochenende erstmals öffentlich Rücktrittsgedanken geäußert.

Sein Bruder Ralf rechnet trotzdem nicht wirklich mit einem Rücktritt, wünscht sich sogar Duelle mit dem siebenmaligen Weltmeister über dieses Jahr hinaus. „Sicher spielt auch das Alter eine Rolle, aber ich hoffe, dass er mir noch einige Jahre als Gegner erhalten bleibt“, sagte der 30 Jahre alte Toyota- Pilot. Schumachers Kontrakt läuft Ende 2006 aus, zur Jahresmitte will er eine Entscheidung treffen.

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