Motorsport
Gute Quali-Ergebnisse für deutsche Motorrad-Asse

Am zweiten Trainingstag zum Großen Preis von Deutschland haben die deutschen Motorrad-Asse ansprechende Leistungen gezeigt. Alex Hofmann wurde in der Motogp-Klasse 13., Cortese kam in der 125ccm-Klasse auf Rang 15.

Die deutschen Motorrad-Piloten haben sich im Qualifying zum Großen Preis von Deutschland auf dem Sachsenring gut aus der Affäre gezogen. Die Youngster Sandro Cortese und Stefan Bradl ließen durch ihre guten Ergebnisse in der Klasse bis 125ccm aufhorchen, während erster Alex Hofmann in der Motogp-Klasse einen Teilerfolg über seinen Teamkollegen verbuchen konnte.

Rossi nur auf Rang vier

Die Pole Positionen sicherten sich am Samstag der Finne Mika Kallio (KTM/1:27,965 Minuten) bei den 125ern, Alex de Angelis aus San Marino (Aprilia/1:25,272) in der Viertelliterklasse und der US-Amerikaner Nicky Hayden (Honda/1:22,785) in der Motogp-Kategorie. Weltmeister Valentino Rossi (Italien/Yamaha), der sieben der ersten neun WM-Läufe der Saison gewann und auf dem Sachsenring das 150. Rennen seiner Karriere bestreitet, musste sich in 1:22,973 Minuten mit Rang vier begnügen.

Unterdessen hat Hofmann den ersten Vergleich mit dem etatmäßigen Testfahrer Olivier Jacque für sich entschieden und offenbar gute Chancen, auch für die kommende Saison einen Vertrag als Stammfahrer in der Motogp zu erhalten. Der Kawasaki-Pilot aus Bochum erreichte im Qualifying mit 1:23,405 Minuten zwar nur Rang 13, war aber mehr als drei Zehntelsekunden schneller als Jacque (14. in 1:23,715). Jacque war als Ersatz des verletzten Hofmann in China sensationell Zweiter geworden. Teamchef Harald Eckl hatte Hofmanns Chancen auf eine Vertragsverlängerung bereits zuvor mit 60:40 beziffert: "Eine Entscheidung fällt aber frühestens nach dem Japan-Grand-Prix am 18. September."

Dagegen unterzeichnete Stefan Bradl schon am Samstagabend einen ab der kommenden Saison gültigen Vierjahresvertrag als Stammfahrer bei KTM in der Achtelliterklasse. Im zweiten Training verbesserte sich der 15 Jahre alte Sohn des früheren Vize-Weltmeisters Helmut Bradl gegenüber dem Freitag um mehr als eine Sekunde auf 1:29,565 Minuten und wurde damit 26. unter 40 Fahrern. "Ich bin nicht ganz zufrieden", meinte der Youngster aus dem bayerischen Zahling selbstkritisch: "Ich habe alles gegeben, aber das ist halt die WM."

"Cortese ist sehr stark"

Vater Helmut war dagegen zufrieden und traut seinem Filius sogar eine Platzierung in den Punkterängen zu: "Unser Hauptaugenmerk liegt darauf, ins Ziel zu kommen. Aber Rang 15 haben wir im Blick." Bradl junior hat sich für das Rennen vorgenommen, bester von sechs deutschen Fahrern zu werden: "Aber das wird schwer, denn Cortese ist sehr stark."

Der ebenfalls erst 15 Jahre alte Stammfahrer aus Erolzheim verbesserte sich mit 1:29,145 Minuten auf Rang 15. Für den Honda-Piloten ist es das beste Trainingsergebnis seiner Karriere (bisher Rang 18 in Jerez). Auf eine Top-Ten-Platzierung schielt der Schwabe aber noch nicht: "Man muss auf dem Boden bleiben. Aber ich war bisher zweimal 15., deshalb will ich unbedingt Rang 14."

Des Weiteren starten in der 125er der Berliner Dario Giuseppetti (Aprilia/1:30,058) als 29., der Oberlungwitzer Patrick Unger (Aprilia/1:31,076) als 37. und Sascha Hommel (Honda/1:31,221) aus Untereichenbach als 38. Manuel Mickan (Uhyst/Honda/1:31,929) stürzte und fiel aus der Wertung.

Bei den 250ern verbesserte sich Lokalmatador Jenkner (Aprilia/1:26,449) auf Rang 16, Ortsrivale Dirk Heidolf (Honda/1:26,512) geht von Platz 18 aus ins Rennen. Die deutschen Wildcard-Fahrer Franz Aschenbrenner (Eichenried/1:29,769) und Thomas Walter (Schleiz/1:30,502/beide Honda) werden bei ihrem WM-Debüt am Sonntag von den Plätzen 30 und 32 starten.

Begonnen hatte der Tag mit einer schockierenden Nachricht: Bei einem Unwetter in der Nacht zum Sonntag waren 41 Motorrad-Fans auf dem nahe gelegenen Ankerberg durch umherfliegende Teile verletzt worden. 18 von ihnen mussten gar stationär behandelt werden.

© SID

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