Motorsport
Häkkinen dementiert Gerüchte um Formel-1-Comeback

Der Finne Mika Häkkinen hat Gerüchte über eine angebliche Rückkehr in die Formel 1 dementiert. Der 36-Jährige will auch in Zukunft in der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) an den Start gehen.

Rennfahrer Mika Häkkinen hat eine Rückkehr in die Formel 1 kategorisch ausgeschlossen. Der Finne wies Gerüchte über einen Geheimplan, der 2006 einen spektakulären Wechsel zum neuen BMW-Team vorsieht, entschieden zurück. "Für mich gibt es überhaupt keinen Grund, die Mercedes-Familie zu verlassen, da ich Teil der Silberpfeil-Geschichte bin", sagte der 36-Jährige am Freitag dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Häkkinen, der seinen Helm nach zwei Formel-1-Titeln (1998, 1999) Ende 2001 eigentlich schon an den Nagel gehängt hatte, war nach dreijähriger Pause in dieser Saison aus dem Ruhestand in den Rennsport zurückgekehrt. Der Finne steht bei Mercedes in der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) unter Vertrag, und daran wird sich auch 2006 nichts ändern. "Gerüchte wie dieses zeigen nur, wie populär die DTM ist", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug dem sid auf dem Nürburgring.

Häkkinen fühlt sich in der DTM pudelwohl

Auch BMW reagierte mit Verwunderung auf die Spekulationen über eine Häkkinen-Verpflichtung. Nach der Übernahme des Schweizer Sauber-Teams gäbe es zwar mehrere Optionen, aber noch keine Entscheidung in der Fahrerfrage für die kommende Saison, sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen der Bild-Zeitung. Zu Häkkinen wollte er auf Anfrage "keinen Kommentar" abgeben.

Häkkinen fühlt sich in der DTM, die am Sonntag (14.00 Uhr/live in der ARD) auf dem Nürburgring das siebte Saisonrennen austrägt, nach eigener Aussage pudelwohl. Mit einer Jahresgage von geschätzten zwei Mill. Euro bei Mercedes ist der zweimalige Formel-1-Weltmeister der Topverdiener der DTM vor dem früheren Formel-1-Kollegen Heinz-Harald Frentzen (Mönchengladbach), der bei Opel etwa 750 000 Euro verdienen soll.

"Bin sehr glücklich über diese Entscheidung"

Häkkinen gibt allerdings auch zu, dass er zumindest über die Formel 1 nachgedacht habe, bevor er in diesem Jahr in den Rennsport zurückkehrte. "Aber aus verschiedenen Gründen habe ich mich entschieden, mit Mercedes-Benz die Herausforderung DTM anzunehmen. Ich bin sehr glücklich über diese Entscheidung", sagte der Publikumsliebling. Häkkinen fuhr insgesamt 161 Formel-1-Rennen, von denen er 20 gewann. Seine Duelle mit Rekord-Weltmeister Michael Schumacher sind in die Grand-Prix-Geschichte eingegangen.

Der Schachzug von Mercedes mit Häkkinen war genial. Der Finne wurde zum Zugpferd, die ganze DTM profitiert von "Super-Mika". Fast jeder Veranstalter vermeldet Zuschauerrekorde.

Sympathieträger Häkkinen überzeugte aber nicht nur als Werbe-Lokomotive, sondern auch im Cockpit. Schon beim dritten DTM-Lauf am 15. Mai in Spa/Belgien, wo er in der Formel 1 zahlreiche Sternstunden erlebte, feierte der zweifache Familienvater den ersten Sieg. Auf Platz vier in der Gesamtwertung träumt er sogar noch vom Titel. Formel-1-Weltmeister und DTM-Champion - das hat bislang noch kein Rennfahrer geschafft.

© SID

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