Motorsport
Heidfeld wenig begeistert über "Gast-Fahrer"

Scharfe Kritik hat Nick Heidfeld am Einsatz des israelischen Minardi-Testfahrers Chanoch Nissany beim Großen Preis von Ungarn in Budapest geübt. "Er ist ein Risikofaktor", kritisierte der BMW-Williams-Pilot.

Alles andere als lustig fand Nick Heidfeld den "Gast-Auftritt" des israelischen Minardi-Testfahrers Chanoch Nissany beim Formel-1-Rennen in Ungarn. "Wenn jemand so langsam fährt, dann hat er in der Formel 1 nichts zu suchen. Er ist ein Risikofaktor und kann uns sehr gefährlich werden", sagt der BMW-Williams-Pilot aus Mönchengladbach.

Nissany hatte am Freitag Geschichte geschrieben, als er an seinem 42. Geburtstag als erster Israeli in der "Königsklasse" gestartet war. Allerdings dauerte das Abenteuer des Wahl-Ungarn im ersten freien Training auf dem Hungaroring nicht mal neun Runden. Wegen eines Hydraulikschadens musste der Minardi von Nissany, dem ein israelischer Sponsor den Sprung ins Cockpit ermöglicht hatte, nach einem Dreher abgeschleppt werden.

Der dreifache Familienvater und frühere Finanzberater lag in seiner schnellsten Runde die kleine Ewigkeit von 14 Sekunden hinter dem Trainingsschnellsten Ricardo Zonta aus Brasilien (Toyota). Da Motorsport in Israel verboten ist, war Nissany vor Jahren nach Budapest gezogen und hatte unter anderem zweimal die ungarische F2000-Meisterschaft gewonnen.

© SID

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